Vor UMTS kommtzuerst noch GPRS
UMTS, die dritte Mobilfunk-Generation, soll ab 2002/2003 in Europa starten. Erst dann ist das neue Netz aufgebaut und sind die entsprechenden Handys entwickelt. Als Überbrückung dient "General Packet Radio Service".
Von UMTS ist dieser Tage viel die Rede. Umsetzen wird man das fortschrittliche Kommunikations-System allerdings erst in ein bis zwei Jahren. Denn das Netz muss zunächst aufgebaut und die entsprechenden Handys entwickelt werden. Die Industrie arbeitet mit Hochdruck. Vor allem Marktführer wie Nokia, Motorola, Ericsson und Siemens in Zusammenarbeit mit Toshiba forschen an der Entwicklung von UMTS-Handys. Die ersten Mobilfunktelefone der dritten Generation sollen frühestens Anfang 2002 ausgeliefert werden.
Gemäss dem Zeitplan der Europäischen Union soll dann auch das UMTS-Netz europaweit aufgebaut sein. Damit wird Europa zu der am weitesten entwickelten Kommunikations-Region gehören. In Japan ist man ebenfalls sehr weit in der Erforschung und Umsetzung von UMTS. Die USA hinken jedoch stark hinterher. Nur etwa 33 Prozent der Haushalte besitzen ein Mobiltelefon. Allerdings erwartet man dort in den nächsten Jahren einen Boom auf dem Mobilmarkt.
Dank GPRS-Handys stets «on»
Doch noch ist die Mobilfunktechnik noch nicht so weit. Noch muss man warten, bis man überall und jederzeit per Handy und Notebook informiert sein wird. Bis dahin gilt GPRS.
Gegen Jahresende erscheint die neue Handy-Generation, die als Vorstufe der UMTS-Handys angesehen wird. Mit den GPRS-Handys wird die Datenübermittlung im Mobilfunknetz deutlich schneller; Fax, WAP oder Internet sind möglich. GPRS baut auf dem momentan gültigen GSM-Datenfunk auf, allerdings soll die Datenübertragung viel rascher funktionieren und das Ein- bzw. Aus»loggen» nicht mehr nötig sein. Dank dieses «Always On»- Prinzipes fallen zeitaufwendige Anmeldeprozeduren weg.
Carole Gürtler
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