Zweiter Fall von MKS auf dem Kontinent
Die in Grossbritannien grassierende Maul- und Klauenseuche (MKS) hat nach Frankreich erstmals auch auf die Niederlande übergegriffen. Betroffen sind insgesamt drei Bauernhöfe in der Nähe der Stadt Deventer. Vorerst haben diese Fälle keine Auswirkungen auf die Schweiz.
Nach Abklärungen des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) sind im laufenden Jahr bisher lediglich kleine Mengen von Kalbfleisch aus den Niederlande in die Schweiz importiert worden. Lebende Tiere seien keine eingeführt worden. Allfällige Massnahmen seien auch von der weiteren Entwicklung abhängig, sagte Hans Wyss vom BVET.
Es werde abgewartet, bis klar sei, ob es sich um bei den Erkrankungen um Einzelfälle handle oder nicht. Der Personenverkehr bleibe momentan unberührt. Seit Dienstag letzter Woche sind die Importe von lebenden Klauentieren aus dem EU-Raum ohnehin gesperrt. Damit sei das Hauptrisiko ausgeschaltet, sagte Wyss weiter.
Kantonale Sicherheitsvorkehrungen
In Basel überlegt man sich gemäss dem Baselbieter Kantonstierarzt Ignaz Bloch, ob grenznahe Schweizer Bauern ihr Vieh weiterhin auf französische Weiden bringen dürfen. Dies werde ihnen vermutlich untersagt werden müssen, sagte Bloch.
Strenge Massnahmen in den Niederlanden
Seit MKS auch auf die Niederlande übergegriffen hat, gelten strenge Massnahmen im Land. Ein absolutes landesweites Transportverbot für Vieh, Geflügel, Gülle, Tierfutter und Mist wurde am Mittwoch (21.03.) ausgesprochen. Ex- und Import von Kühen, Schafen und Ziegen wurden ebenfalls verboten.
swissinfo und Agenturen
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