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27 Lawinentote im Winter

Der Barryvox: Hilfreiches und möglicherweise lebensrettendes Suchgerät für alle, die sich gerne abseits der Pisten vergnügen. Keystone

Im vergangenen Winter sind in der Schweiz 27 Menschen bei Lawinen-Niedergängen ums Leben gekommen. Der Schnee blieb weitgehend im Süden, im Norden kam der Winter erst im Frühling.

Gemäss dem Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos (SLF) liegt die Zahl der Lawinenunfälle im langjährigen Mittel. Bis Ende des nivologischen Jahres am 30. September müsse aber mit weiteren Lawinenopfern gerechnet werden.

Schwierige Lage, auch für geschulte Leute

Acht Personen starben bei Abfahrten ausserhalb der markierten Pisten. Zwei Bergretter kamen bei der Suche nach einer verschütteten Person ums Leben. Verglichen mit den fünf Vorjahren seien mit 17 Menschen überdurchschnittlich viele Tourengänger tödlich verunfallt, meldete das SLF. Die meisten Lawinen wurden in den schneereichen Kantonen Wallis und Graubünden registriert.

Riesenmengen im Süden – später Winter im Norden

Der Alpensüdhang auf 2000 Metern wurde bereits im Oktober und November mit bis zu anderthalb Metern Schnee eingedeckt. Im Vergleich zum langjährigen Mittel betrugen die Schneemengen im Süden das Zwei- bis Vierfache, im Norden nur die Hälfte. Bis Mitte April kam der Norden schneemässig eindeutig zu kurz.

Ende Februar wurde es derart warm, dass in mittleren Höhenlagen der Frühling einkehrte. Erst im April brach der Winter richtig über den Alpennordhang herein. Die Schneemengen kletterten übers langjährige Mittel.

Unübliche Schneedecke

Die Entwicklung der Schneedecke hat, da längere kalte Schönwetter-Perioden ausblieben, nicht dem gewohnten Muster entsprochen. Für die Lawinensituation gaben ungünstige Verbindungen im oberen Bereich der Schneedecken den Ausschlag. An 19 Tagen galt für Teile der Schweizer Alpen die Gefahrenstufe «gross».

swissinfo und Agenturen

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