Basler Forscher messen erstmals Kräfte zwischen Atomen
An der Universität Basel ist es Forschern erstmals gelungen, mit Hilfe eines speziellen Rasterkraftmikroskops, das sie im Rahmen eines Nationalen Forschungsprogramms entwickelt haben, die chemischen Kräfte zwischen zwei Atomen direkt zu messen.
Die spezielle Version des Rasterkraftmikroskops (LTFSM) erlaubt das Untersuchen von Proben bei extrem tiefer Temperatur, bei der sich die Atome kaum bewegen und das Mikroskop sehr stabil ist.
Unter diesen Bedingungen lässt sich die feine Spitze des Rasterkraftmikroskops kontrolliert an ein Atom annähern und über einem einzelnen Atom positionieren.
Damit können nicht nur die Kräfte zwischen Atomen gemessen, sondern auch einzelne Atome verschoben werden – ein erster Schritt zur Herstellung von sogenannten Nanoobjekten.
Kommerzielle Produktion
Ob und wann diese Experimente zu Anwendungen führen, bleibt im Moment offen, betont der Projektleiter Hans Josef Hug, Privatdozent am Basler Institut für Physik. Immerhin wird ein deutscher Industriepartner die Technologie des LTSFM kommerzialisieren. Mehrere Forschungsinstitutionen haben bereits Interesse an einem solchen Gerät bekundet.
swissinfo und Agenturen
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