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Das Buch bleibt Star

Bücher blieben Mittelpunkt der Interessen an Genfer Buchsalon. Keystone

So viele Besucherinnen und Besucher hatte der Genfer Buchsalon schon lange nicht mehr: 123'000 Literatur-Interessierte wurden an der am Dienstag (01.05.) zu Ende gegangenen Messe verzeichnet. Viel Erfolg bekam das Gastland Portugal, untervertreten waren die Verlage deutschsprachiger Bücher.

«Die Besucherinnen und Besucher haben vor allem auf einen Star gesetzt, den unumstrittenen Hauptdarsteller dieser Messe: das Buch», liess Pierre-Marcel Favre, der Gründer und Präsident der Veranstaltung, verlauten.

Gastland Portugal

Eine der grössten Attraktionen der Messe war Ehrengast Portugal. Noch nie zuvor hatte ein Gastland so viele seiner besten Autoren nach Genf geschickt. Von Nobelpreisträger José Saramago über die Altmeisterin Augustina Bessa Luis bis zu deren grösster Rivalin Lidia Jorge war die Crème der portugiesischen Literaturszene in Genf. Es fehlte einzig Antonio Lobo Antunes, der sich bekanntlich nicht gut mit Saramago versteht.

Amnesty erschütterte, Fini erstaunte

Viel Interesse wurde auch der Gast-Institution Amnesty International entgegen gebracht: Sie beging ihr 40-Jahr-Jubiläum mit einer erschütternden Präsentation ihrer Antifolter-Kampagne. Die traditionelle Kunst-Ausstellung war heuer Leonor Fini gewidmet, einer Exzentrikerin zwischen Kunst und Kitsch, Mythos und Realität, Erotik und Pornographie.

«Wider den Röstigraben»

Der Deutschschweizer Sektor war dünner besiedelt denn je. Einzelstände hatten nur noch die Buchverlage Diogenes, Appenzeller Verlag, Rothenhäusler und «Das Wort». Grosser Abwesender war der Dachverband der Verleger und Buchhändler SBVV. Zum Vergleich: Der Verleger-Verband des Bundeslands Baden-Württenberg leistete sich einen grossen Messestand in Genf.

Angesichts des zunehmenden Desinteresses der Deutschschweizer an der Messe formierte sich eine Gruppe von namhaften Intellektuellen, die an der Messe 2002 das Problem Röstigraben öffentlich diskutieren und eine Charta für eine europa-fähige Schweiz verabschieden wollen.

swissinfo und Agenturen

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