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Erstes «Fixerstübli» in der Romandie

"Fixerstübli" in Zürich. Keystone

In der Romandie müssen sich Drogenabhängige ihren "Schuss" künftig nicht mehr auf der Gasse setzen. Am 1. Juli öffnet in Genf das erste Fixerstübli der Westschweiz . Die Genfer Regierung stützt sich auf gute Erfahrungen in der deutschsprachigen Schweiz.

Die Genfer Aidshilfe hatte in letzter Zeit einen sprunghaften Anstieg des intravenösen Kokain-Konsums beobachtet. Ein Phänomen, das etwa in der Zürcher Drogenszene vor zehn Jahren beobachtet worden war.

Die Entwicklung in der Romandie verläuft noch aus anderem Grund zeitversetzt. Im Gegensatz zur Deutschschweiz gebe es in Genf keinen Druck einer offenen Drogen-Szene, der zum Handeln gezwungen hätte, erklärte Staatsrat Guy-Oliver Segond am Dienstag (22.05.) an einer Medienkonferenz.

Der geplanten Eröffnung des Genfer Fixerstüblis – sie geht auf eine Motion im Kantonsparlament zurück – ist denn auch keine Polemik vorangegangen: Die Akzeptanz der aktuellen Drogenpolitik in der Bevölkerung sei hoch, sagte Segond. Noch ist aber nicht klar, wo in der Stadt das Gassenzimmer eingerichtet wird.

Die Räume, in denen sich Junkies ohne Stress und unter hygienischen Bedingungen ihren «Schuss» setzen können, sind Teil der Überlebenshilfe – nebst Prävention, Therapie und Repression eine der vier Säulen der Drogenpolitik der Schweizer Regierung.

In der Deutschschweiz wurde das erste Fixerstübli bereits 1986 in der Stadt Bern eröffnet – mittlerweile gibt es in der Schweiz 12 solche «Fixerstübli» oder Gassenzimmer.

swissinfo und Agenturen

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