Expo.02: Drei Projekte vorgestellt
Eineinhalb Jahre vor Eröffnung der Expo.02 hat die Expo-Leitung Einblick in drei Ausstellungsprojekte geboten und damit die Landesausstellung weiter konkretisiert. Insgesamt sind über 50 Ausstellungen in Arbeit.
Im Mittelpunkt der Präsentation standen diesmal nicht Zahlen und Fragen zur Finanzierung der Landesausstellung, sondern konkrete Inhalte und Projekte. «Langsam spüren wir, dass es ernst wird. Deshalb wollen wir ein Fernster öffnen und Einblick in die Arbeit geben», sagte Martin Heller, künstlerische Direktor der Expo.02, am Dienstag (07.11.) in Zürich.
Um die Expo.02 für die Öffentlichkeit fassbarer zu machen, wollen die Ausstellungsmacher bis Ende November an drei Medienkonferenzen insgesamt neun Ausstellungsprojekte vorstellen.
Zum Auftakt dieser Informationstour wurden in Zürich die Ausstellungen «Signal Schmerz», «Onoma» und «Territoire imaginaire» vorgestellt.
«Signal Schmerz»
…ist ein Projekt verschiedener Organisationen aus den Bereichen Unfallverhütung und Gesundheitsförderung. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 800 Quadratmetern sollen sich die Besucher auf der Arteplage von Yverdon-les-Bains am Neuenburgersee mit Fragen wie «Was ist psychischer Schmerz?» oder «Was ist physischer Schmerz?» auseinandersetzen. Das Szenario sieht eine rund 20 Minuten dauernde Aufführung vor, in der mit Installationen, audiovisuellen Mitteln und Schauspielern gearbeitet wird. Für die Ausstellung stehen fünf Mio. Franken zur Verfügung.
Zu einer Sprachreise durch die rund 3’000 Schweizer Gemeinden lädt die Ausstellung…
«Onoma»
…ein, die ebenfalls in Yverdon-les-Bains zu sehen sein wird. Grundlage bildet eine Datenbank, in welcher die Namen sämtlicher Schweizer Gemeinden nach Namensverwandtschaften erfasst sind.
Dies eröffne tiefe Einblicke in die schweizerische Kulturgeschichte, sagte Andres Kristol, Leiter des Centre de Dialectologie der Universität Neuenburg. Finanziert wird «Onoma» unter anderem durch die Gemeinden selber. Bisher haben rund 900 eine finanzielle Beteiligung zugesichert.
Mit dem Lebensraum Schweiz setzt sich das Projekt…
«Territoire imaginaire»
…auseinander, das vom Verband der Schweizerischen Kantonalbanken und der Firma Silicon Graphics finanziert wird. In einem Projektwettbewerb werden interdisziplinäre Teams dazu aufgerufen, sich einem konkreten Ort der Schweiz zu widmen und für diesen Ort aus raumplanerischer Optik ein Traumbild, ein noch nicht existierendes Territorium zu entwickeln.
Eine Jury wird acht bis zehn Arbeiten auswählen, die weiterentwickelt und in Biel unter Zuhilfenahme modernster Kommunikationsmittel präsentiert werden können.
swissinfo und Agenturen
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