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Face Lifting für Luzerner Gletschergarten

Gletschergarten Luzern

Der Gletschergarten in Luzern rüstet auf: Mit den neuen Abteilungen Glacier Museum und GeoWorld Luzern hält modernste Museums-Technologie Einzug. Am Mittwoch (06.06.) war Premiere.

Der Gletschergarten gehört zu den meistbesuchten naturkundlichen Sehenswürdigkeiten und Museen der Schweiz. Im vergangenen Jahr wurden 142’000 Besucher gezählt, 13,7 % mehr als 1999. Neben der historisch-heimatlichen Abteilung und dem Spiegel-Labyrinth ist er vor allem der Geologie gewidmet.

Letztere hat jetzt eine gründliche Auffrischung erhalten. Das Glacier Museum führt – in kaltem Blau gehalten – in die Welt des Eises und der Gletscher. Mit Reliefs, Videos, plastischen Darstellungen und Texten wird über die Entstehung der Gletscher und die wichtigsten Gletscher der Schweiz informiert.

Luzern am Meer

In der GeoWorld Luzern erfährt man das Neuste über die letzten 20 Mio. Jahre in der Geschichte Luzerns. Laut Peter Wick, dem Direktor des Gletschergartens, ist Luzern geologisch weltweit eine der interessantesten Städte. Einst reichte das Meer bis nach Luzern, später überzogen Gletscher die Gegend.

In dieser Abteilung werden Spuren und Funde aus der Vergangenheit präsentiert: Pflanzen, Tiere, Muscheln – unter anderem die grösste je aus der Molasse des Alpenvorlandes geborgene Fossilien-Platte mit über 500 Versteinerungen.

Die Auffrischung des Gletschergartens kostete rund 900’000 Franken. Finanziert wurde sie durch die Albert Koechlin-Stiftung. Die Rechnung 1999 schliesst bei einem Aufwand von 922’000 Franken mit einem Verlust von rund 7’000 Franken.

Sorgen mit Sanierung

Sorgen bereitet dem Museum der Unterhalt und die Sanierung der zum Teil über hundert Jahre alten Gebäude und Anlagen. So steht unter anderem eine Renovation des Hauptgebäudes für rund 2,5 Mio. Franken an, die nicht mit der Laufenden Rechnung finanziert werden kann.

Für Wick ist klar, dass der Gletschergarten seinen speziellen Charakter behalten muss. Dennoch sind Modernisierungen notwendig. Um das Museum attraktiv zu erhalten, ist etwa eine Erweiterung zu den Themen Eiszeit, Gletscher und Klima geplant. Kostenpunkt: rund10 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen

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