Fremdbestimmung droht
Die Volkswirtschaft der Schweiz zähle zu den weltoffensten: "Mit unserer Aussen-Politik sind wir hingegen noch nicht ganz so weit", sagte der Schweizer Aussenminister Joseph Deiss am Donnerstag (14.06.) in Basel.
Die Schweiz habe nach dem Ende des Kalten Kriegs zwar begonnen, den erweiterten Handlungsspielraum zu nutzen: «Bei den Kernprojekten der internationalen Zusammenarbeit – der UNO und der EU – sind wir hingegen noch nicht dabei.» Bei politischem Abseitsstehen drohe eine wirtschaftliche und politische
Fremdbestimmung, warnte Deiss in seiner Rede vor der Jubiläums-General-Versammlung der Handelskammer beider Basel.
Nationalstaat kein Auslaufmodell
Zum Trend der Globalisierung machte Deiss aber auch Gegentendenzen aus: So wachse die Zuwendung zum Lokalen. In der Schweiz stelle man dies etwa am Vormarsch der Dialekte fest. Falsch sei es auch, den Nationalstaat bereits als Auslaufmodell zu betrachten.
Ein dritter Trend sei zudem die zunehmende Regionalisierung. Damit sei nicht nur die EU oder die NAFTA gemeint: Auch die regionalen Wirtschaftsräume gewännen an Bedeutung.
125 Jahre Handelskammer
Deiss sprach am Donnerstag vor rund 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Jubiläums-Generalversammlung der Handelskammer beider Basel, die ihr 125-jähriges Bestehen begeht.
swissinfo und Agenturen
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