Guter Winter für die Schweizer Hotellerie
Der Winter 1999/2000 hat den Schweizer Hotels erneut mehr Umsatz beschert als der vorangegangene. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) nahm die Zahl der Logiernächte zum vierten Mal in Folge zu und zwar um 5,7 Prozent.
Die ausländische Kundschaft buchte 6,7 Prozent mehr Übernachtungen als vor einem Jahr.
Insgesamt wurden von November 1999 bis April 2000 14,50 Millionen Übernachtungen verbucht, 784.000 mehr als im Winterhalbjahr davor. Der Ende November rechtzeitig eingetroffene Schnee sowie die mehrheitlich guten Schnee- und Wetterverhältnisse haben zum erfolgreichen Verlauf der Wintersaison beigetragen, wie das BFS am Freitag (16.06.) schrieb.
Weitere Erfolgsfaktoren seien die günstige internationale Wirtschaftsentwicklung, die verstärkte Werbung für das Ferienland Schweiz, vorteilhafte Wechselkurse und ein besseres Preis-Leistungsverhältnis. Ausser im Dezember wurden in allen Monaten mehr Logiernächte registriert als im Winter 1998/99.
Besonders gut war der März. Zusätzliches Gewicht erhält die positive Saisonbilanz laut BFS, weil der Osterreiseverkehr sowohl 1999 als auch dieses Jahr im April stattgefunden hat.
Die inländische Kundschaft buchte 6,24 Millionen Übernachtungen oder 4,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Zahl der Ankünfte erhöhte sich um 8,6 Prozent auf 2,46Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ging von 2,6 auf 2,5 Nächte zurück. Auf Gäste aus dem Ausland entfielen 8,26 Millionen Übernachtungen.
Mit 7,2 Prozent auf 1,56 Millionen am stärksten zu nahm die Zahl der Logiernächte von aussereuropäischen Kunden. Zurückzuführen ist dies laut BFS auf die um 9,0 beziehungsweise 10,0 Prozent gestiegene Nachfrage der Gäste aus den USA respektive Asien.
Die von Gästen aus Europa gebuchten Logiernächte nahmen um 6,5 Prozent auf 6,5 Millionen zu. Vor allem in Frankreich, Deutschland, Italien und im Vereinigten Königreich stieg die Nachfrage nach Winterferien in der Schweiz markant.
Von der Nachfragesteigerung profitierten ausser der Waadt alle Tourismusregionen. Die verfügbaren Hotelbetten waren im Durchschnitt zu 37,8 Prozent (Vorjahr: 36,3) belegt, die Zimmer zu 44,9 (42,9) Prozent.
swissinfo und Agenturen
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