Holz ist in!
Im Schweizer Wald wächst seit Jahren mehr Holz, als genutzt wird. Mit dem am Dienstag (08.05.) gestarteten Programm «Holz 21» wollen Bund und Schweizer Wald und Holzwirtschaft dafür sorgen, dass der wichtigste einheimische Rohstoff stärker genutzt wird.
Bis in fünf Jahren soll gemäss dem Programm eine Million Kubikmeter einheimisches Holz mehr verbraucht werden als heute. Bei einer Jahresnutzung von gegenwärtig durchschnittlich 4,74 Mio. Kubikmeter entspricht dies einem Plus von 20 Prozent, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und die Schweizerische Holzwirtschafts-Konferenz Lignum mitteilten.
Wertschöpfung im Inland fördern
«Holz 21» will die Konsumenten von den Vorzügen des Holzes überzeugen und den Absatz gezielt fördern. Die Zusammenarbeit in der Verarbeitungskette vom Förster bis zum Endverbraucher soll verbessert werden; die Wertschöpfung soll vermehrt im Inland geschehen. Träger des Programms sind das Bundesamt für Landschaft (BUWAL) und die Lignum.
Für eine erste Etappe stehen bis 2003 insgesamt 15 Mio. Franken oder jährlich fünf Mio. Franken für die Holzförderung zur Verfügung. Das Geld wurde von den eidgenössischen Räten im Herbst 2000 im Rahmen der Lothar-Verordnung bewilligt, wie Marco Zanetti von der eidgenössischen Forstdirektion mitteilte. Die vorgesehene Laufzeit des Programmes beträgt zehn Jahre.
Grösster Holzvorrat Europas
Gemäss den Ergebnissen des zweiten Landesforst-Inventars wächst im Schweizer Wald viel mehr Holz, als genutzt wird. Der Schweizer Holzvorrat pro Hektare sei der grösste Europas. Dies widerspreche dem Grundsatz der Nachhaltigkeit, schreibt das UVEK. Bis 2015 sollen Holzzuwachs und Holzverwertung deshalb gleich gross werden und je 7,5 Mio. Kubikmeter betragen.
swissinfo und Agenturen
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