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Keine Frage, Wissenschaft interessiert die Bürger

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Die ersten Tage des "Festivals Science et Cité" zogen die Besucherinnen und Besucher schweizweit in Scharen an die verschiedensten Veranstaltungen: Erste Begegnungen, erste Fragen, erste Dialoge.

Zwischen 20’000 und 30’0000 Personen besuchten am vergangenen Wochenende die Aktionen der Wissenschafts-Woche in der Zürcher Bahnhofshalle. Hier wie in andern Universitätsstädten wurden die Organisatoren vom Erfolg überrascht: Erwartet hatte man etwa die Hälfte.

Von einem «unerwarteten Erfolg» spricht auch Daniel de Roulet, Kurator des Festivals. «Ich gebe zu, dass wir wohl vom schlechten Wetter profitiert haben, das eher für einen solchen Ausflug als für einen Waldspaziergang sprach.»

Die Wetterkapriolen erklären jedoch nicht alles. Dieser Anfangs-Erfolg zeigt sicher auch, dass das Festival der Erwartungs-Haltung des Publikums entspricht. Und das Publikum bestand – so zum Beispiel am Sonntag in Lausanne – grösstenteils aus Familien.

Die spielerische Angehensweise an die Projekte vermochte in Lausanne Besucher jeden Alters zu verführen. Weniger gut klappte das in Zürich: Verschiedene Eltern beklagten sich da über die allzu akademische Aufmachung, die den Jüngsten den Zugang verunmöglichten.

«Allzu textlastig» – dies auch ein Kritikpunkt, der bei verschiedenen Themen-Inseln in der Berner Innenstadt zu hören war.

Dennoch scheinen es die Besucher geschätzt zu haben, dass Forschende und Studenten für Experimente und Diskussionen zur Verfügung standen. «Der Dialog lässt sich nicht verordnen, es geht um eine Kultur, die wir zurzeit entwickeln», betont Daniel de Roulet.

Nicht vergessen gehen darf das Festen und Feiern: So bewunderten in Fribourg am Samstagabend rund 3’500 Personen das Feuerwerk. Oder in Genf versäumten es die Anhänger der Parapsychologie nicht, mit den Schülern Descartes die Klingen zu kreuzen.

Ab Montag hat sich das Festival nun gewandelt, wurde «seriöser» mit Konferenzen, Diskussionen und Streitgesprächen. Doch das Ungewohnte bleibt in den Strassen. Und die Wissenschaftler sind weiterhin da, um es Laien zu erklären.

Marc-André Miserez

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