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Konferenz über Statistik und Menschenrechte auf grosses Interesse gestossen

In Montreux ist am Freitag (08.09.) die Weltkonferenz zum Thema "Statistik, Entwicklung und Menschenrechte" zu Ende gegangen. Als Organisatorin der Konferenz ermöglichte die Schweiz zum ersten Mal eine solche Debatte mit Einbezug der Länder des Südens.

An der fünftägigen Konferenz gab es rund 300 Präsentationen. Rund 700 Personen aus über 123 Ländern und 35 internationalen Organisationen nahmen daran teil. Das Treffen war gemeinsam vom Bundesamt für Statistik (BFS) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) organisiert worden.

Überrascht vom grossen Interesse

«Wir waren überrascht vom Ausmass des Interesses, das diese Konferenz hervorgerufen hat», sagte der Schweizer Aussenminister Joseph Deiss vor den Medien. «Dies zeigt, dass die ergriffenen Anstrengungen weitergehen müssen, um nützliche Instrumente zu erhalten zur Evaluierung von politischem Engagement und zur Messung erzielter Fortschritte.»

Ausser der Förderung des Gedankenaustausches zwischen Statistikerzeugern und -nutzern ermöglichte die Konferenz auch einen Dialog zwischen Wissenschaftern, Analysten und politischen Entscheidungsträgern. Auch machte sie auf die Rolle der Statistik im Demokratisierungsprozess der Entwicklungs- und Transitionsländer aufmerksam.

Rechenschaft ablegen

Die Statistiken «sind wirksame Instrumente, mit denen die Regierungen und ihre Institutionen dazu verpflichtet werden können, Rechenschaft abzulegen. Dadurch erhält die Zivilgesellschaft die Möglichkeit, eine Kontrolle über die Behörden auszuüben», erklärte Deiss.

Die Teilnehmenden der Konferenz betonten, wie wichtig es sei, Statistiken im richtigen Kontext zu interpretieren. Sie lehnten eine allgemein gültige Klassifizierung ab und schlugen statt dessen Indikatoren vor, welche Vergleiche zwischen Ländern einer Region mit ähnlichen Strukturen und Problemen ermöglichen.

Es bestehe ein grosses Bedürfnis nach derartigen Statistiken, sagte BFS-Direktor Carlo Malaguerra. Die ärmsten Länder müssten von einer stärkeren internationalen Solidarität profitieren können, um in dem Bereich die Kapazitäten zu verstärken. In dieser Perspektive müsse der «Geist von Montreux» weiterleben.

swissinfo und Agenturen

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