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Leicht erhöhte Radioaktivität im Atomkraftwerk Beznau

Bei der Revision im Atomkraftwerk Beznau sind vier undichte Brennelemente festgestellt worden. Die Radioaktivität im Kühlkreislauf sei vorübergehend leicht erhöht, aber weit unter den Grenzwerten gewesen, teilte die Betreibergesellschaft NOK mit.

Anzeichen von Undichtheit seien im Block 1 der Anlage bereits während des Betriebs festgestellt worden, teilten die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) am Donnerstag (03.08.) mit. Für die laufende Revision sei deshalb die Überprüfung aller 121 von verschiedenen Herstellern stammenden Brennelemente beschlossen worden.

Die undichten Stellen seien bei vier der insgesamt zwölf Mischoxid-Brennelemente des Herstellers British Nuclear Fuels plc (BNFL) festgestellt worden, gab die NOK weiter bekannt. Die Ursache sei vorerst nicht geklärt. Alle zwölf Elemente würden bis zum Abschluss der Untersuchungen nicht mehr eingesetzt beziehungsweise ersetzt.

Laut NOK war der sichere Betrieb des Kernkraftwerks trotz dieses Vorfalles während des letzten Betriebszyklus stets gewährleistet. Die Aktivitätskonzentration im geschlossenen Kühlkreislauf sei durch die Undichtheiten nur geringfügig erhöht gewesen und habe weit unterhalb der Grenzwerte gelegen.

Das Vorgehen und die weiteren Untersuchungen seien mit der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) abgestimmt worden.

Der Brennstoffkern jedes der beiden Kraftwerksblöcke von Beznau verfügt laut NOK über 121 Brennelemente. Diese enthalten ihrerseits je 179 Brennstäbe. Das zwischen den Brennstäben zirkulierende Wasser des so genannten Primärkreislaufes wird laufend überwacht und in einem Reinigungssystem von radioaktiven Partikeln befreit.

Dieses System ist laut NOK so dimensioniert, dass theoretisch bis zu zehn Prozent der über 20’000 geladenen Brennstäbe undicht sein können. Brennstabschäden träten in der Regel jedoch heute nur noch vereinzelt auf.

swissinfo und Agenturen

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