Schmidheiny-Freiheitspreis 2001 vergeben
Der estnische Staatspräsident Lennart Meri und N. R. Narayana Murthy, der Vorstandsvorsitzende von Infosys Technologies, sind am Samstag (19.05.) in St. Gallen mit dem Freiheitspreis 2001 der Max Schmidheiny-Stiftung ausgezeichnet worden.
Der diesjährige Freiheitspreis der Max-Schmidheiny-Stiftung geht an den estnischen Staatspräsidenten Lennerat Meri und an den Chef von Infosys Technologies, N. R. Narayana. Meri und Narayana Murthy hätten als Politiker und Unternehmer der Freiheit und Selbstverantwortung des einzelnen zu einem höheren Stellenwert verholfen, heisst es in der Würdigung.
Die Preisverleihung wurde durch den Präsidenten der Stiftung, Stephan Schmidheiny, am Samstag vor rund 800 Gästen in der Aula der Universität St. Gallen vorgenommen. Meri wurde als Schriftsteller und als Mann des Geistes geehrt, der es verstand, mit seiner poetischen Note die Hoffnungen und Ängste seiner Landsleute durch sein literarisches und filmisches Schaffen zu artikulieren, wie es weiter hiess. Dadurch habe er einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Identität des estnischen Volkes in der Zeit der sowjetischen Okkupation geleistet.
Mit Narayana Murthy sei ein Unternehmer geehrt worden, der sich beharrlich der Planwirtschaft, der kontrollierten und unterdrückten Eigeninitiative und der indischen Bürokratie der 80-er Jahre widersetzt habe. Er habe bei sich bietender Gelegenheit mit fester Entschlusskraft die Gelegenheit ergriffen, ein richtungweisendes Cyberunternehmen aufzubauen, das zu einem Symbol für Qualität, Leistung und Einsatzbereitschaft geworden sei, heisst es in der Würdigung weiter.
Der Preis ist mit insgesamt 200.000 Franken dotiert und wurde in diesem Jahr bereits zum 23. Mal verliehen.
swissinfo und Agenturen
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