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Schweizer Alpenlandschaften für UNESCO- Welterbe vorgeschlagen

Blick auf den Aletschgletscher. Keystone

Eiger, Mönch, Jungfrau und der Aletschgletscher sollen ins UNESCO-Welterbe aufgenommen werden. Der Bundesrat hat am Mittwoch (28.06.) der Kandidatur zugestimmt und den Anträgen der Kantone Bern und Wallis entsprochen.

Die Prüfung des Dossiers wird mindestens ein Jahr dauern. Im Fall einer Aufnahme befände sich das 470 Quadratkilometer grosse Gebiet in Gesellschaft von so berühmten Orten wie der Serengeti, dem Grand Canyon und des Kilimandscharos.

Das Jungfrau-Aletsch-Gebiet habe die Touristen schon früh begeistert und Generationen von Bergsteigern herausgefordert, schreibt das Departement Leuenberger, das die Kandidatur noch diese Woche anmelden wird.

Kein zusätzlicher Schutz nötig

Schon in den Dreissigerjahren wurde der Aletschwald zum Naturschutzgebiet erklärt. Seit 1983 ist das Gebiet als Ganzes durch das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung geschützt. Die Aufnahme ins UNESCO-Welterbe würde lautBundesrat keine weiteren Schutzmassnahmen nach sich ziehen.

Weil grösstenteils Hochgebirge betroffen ist, sieht der Bundesrat auch kaum Interessenkonflikte zwischen Schutz und Nutzung des Gebietes. Die regionale Wirtschaft lebe hauptsächlich von Tourismus.

Dieser dürfte bei einer Aufnahme auf die UNESCO-Liste profitieren. In Anbetracht des schwierigen Zugangs und dank der Schutzbestimmungen hält es die Landesregierung für möglich, den Touristenstrom umweltverträglich zu bewältigen.

Wallis und Bern betroffen

Die Grenzen des Gebietes, das der UNESCO vorgeschlagen wird, entsprechen den Anträgen der beiden betroffenen Kantone. Der Kanton Bern und die Gemeinden Lauterbrunnen und Grindelwald gaben schon 1998 ihre Einwilligung; das Wallis, das rund 400 Quadratkilometer des Gebietes «besitzt», stimmte im Mai dieses Jahres zu. Heute sind insgesamt 128 Landschaften und Naturdenkmäler im UNESCO-Welterbe registriert. Eine Aufnahme in die Liste erhofft sich nicht nur die Schweiz.

Konkurrenz aus Italien

Italien bewirbt sich mit dem Gebirgsmassiv Gran Paradiso als europäische Alpenlandschaft um eine Aufnahme. Da die UNESCO mit ihrer Aufnahmepraxis immer restriktiver wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass nur eine der beiden Alpenlandschaften ins Verzeichnis aufgenommen wird.

Auf der UNESCO-Liste befinden sich auch 480 Kulturdenkmäler. Drei davon befinden sich in der Schweiz: Die Berner Altstadt, das Kloster in St. Gallen und das Kloster St. Johann in Müstair GR.

swissinfo und Agenturen

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