Überschwemmungen und Erdrutsche nach heftigen Gewittern
Heftige Gewitter haben im Bündnerland, im Wallis und im Tessin grosse Schäden angerichtet und den Verkehr stark behindert. Bei Jenaz (GR) wurde die Umfahrungsstrasse überflutet, im Val Ferret (VS) eine Brücke weggeschwemmt.
Bei Losone (TI) wurden zwei Jugendliche in der Melezza vom Hochwasser überrascht. Sie sassen auf einem Felsen mitten im Fluss fest und mussten per Helikopter gerettet werden.
Nach starken Regenfällen überschwemmte am späten Montagabend der Furnabach im vorderen Prättigau die Umfahrungsstrasse bei Jenaz, wie die Kantonspolizei Graubünden am Dienstag (25.07.) mitteilte.
Bis gegen 05.00 Uhr morgens wurde der Verkehr von und nach Davos zwischen Schiers und Jenaz über die alte Prättigauerstrasse umgeleitet. Das Kulturland wurde nur geringfügig in Mitleidenschaft gezogen.
Laut der Walliser Kantonspolizei schwemmte gleichentags im Val Ferret einer der Seitenbäche der Dranse nach heftigen Regenfällen eine Brücke bei La Fouly weg. Die Hauptstrasse Ferret – Orsieres blieb während des ganzen Tages gesperrt. Starke Niederschläge führten auch im Mattertal zu Verkehrsbehinderungen.
Wegen eines drohenden Erdrutsches zwischen St. Niklaus und Täsch wurde in der Nacht auf Dienstag die Hauptstrasse Randa – Zermatt vorübergehend gesperrt. Heftige Gewitter überfluteten am Abend auch verschiedene Kellerräume in Walzenhausen (AR).
Stark von den Unwettern betroffen war auch das Tessin. Laut der Schweizerischen Meteorologischen Anstalt (SMA) fiel auf der Alpensüdseite am Montagabend die grösste Regenmenge.
Die Station Lugano mass am Montagabend während einer Stunde 39 Liter Wasser pro Quadratmeter. Auf dem ganzen Kantonsgebiet kam es zu Überschwemmungen von Strassen und Kellern, zu Erdrutschen und Steinschlag, wie die Kantonspolizei mitteilte.
Auch behinderten zahlreiche umgestürzte Bäume den Verkehr. In Gandria musste um 02.40 Uhr morgens ein Hotel evakuiert werden, das von den Unwettern schwer beschädigt wurde. Verletzt wurde niemand.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch