Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Sehen Sie das Glas halb voll oder halb leer?
Ihre Antwort auf diese Frage könnte Ihre Interpretation der Ergebnisse der Pisa-Studie zu den schulischen Kompetenzen von Jugendlichen in der Schweiz beeinflussen. Im internationalen Vergleich sind die Leistungen nach wie vor gut, sogar sehr gut. Es gibt jedoch einen Wermutstropfen: Seit zehn Jahren sinkt das Niveau der Schülerinnen und Schüler in Mathematik und Lesen.
Eine gute Gelegenheit, Ihnen eine angenehme Lektüre dieses Briefings zu wünschen!
Wie die Pisa-Studie heute bekanntgibt, zeigen Schweizer Schülerinnen und Schüler solide Leistungen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Allerdings sind die schulischen Kompetenzen seit zehn Jahren rückläufig – sowohl in der Schweiz als auch in anderen europäischen Ländern.
Schweizer Jugendliche im Alter von 15 Jahren weisen Kompetenzen in den Bereichen Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik auf, die über dem Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) liegen. In Mathe rangieren sie gemäss der Pisa-Studie sogar in den weltweiten Top Ten. Die alle drei Jahre durchgeführte Erhebung vergleicht die Kompetenzen von Jugendlichen in rund hundert Ländern.
Die Kehrseite der Medaille: Die Kompetenzen der Schweizer Jugendlichen in Lesen und Mathematik sind seit zehn Jahren kontinuierlich gesunken. In den Naturwissenschaften sind die Ergebnisse hingegen seit 2015 relativ stabil geblieben. Ein weiteres beunruhigendes Zeichen ist, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler zugenommen hat, die das Mindestkompetenzniveau nicht erreichen.
Nach wie vor beeinflussen die soziale Herkunft, die zu Hause gesprochene Sprache und der Migrationsstatus die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler. Solche aus sozial benachteiligten Verhältnissen haben im Durchschnitt deutlich schlechtere Ergebnisse erzielt. Zwar ist eine Abnahme der Ungleichheiten zu beobachten, dies erklärt sich jedoch hauptsächlich durch einen Rückgang der Leistungen privilegierter Schülerinnen und Schüler.
Der historische Durchbruch der Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen-Anhalt ist auch heute Thema in den Schweizer Medien. Manche fragen sich, ob dieser Sieg der Schweizerischen Volkspartei (SVP) zugutekommen könnte, schränken dabei jedoch den Vergleich zwischen der Schweizer Partei und der AfD ein.
Ob die SVP vom Erstarken der AfD in Deutschland profitieren könnte, sei schwer zu sagen, meint der Politologe Reto Mitteregger gegenüber Watson. Seiner Ansicht nach könnte die konservative Schweizer Rechte vor allem davon profitieren, dass die Einwanderung in vielen europäischen Ländern Gegenstand lebhafter Debatten ist. «Es könnte auch eine Gegenmobilisierung stattfinden: indem sich die Menschen sagen: ‹So eine Politik wollen wir bei uns nicht.›», analysiert er.
«Dass die SVP schweizweit über 40 Prozent erreicht, werden wir wohl zu unseren Lebzeiten nicht erleben», betont Mitteregger aber. Er erinnert daran, dass die Schweiz kein Land abrupter Veränderungen ist, nicht zuletzt dank der Instrumente der direkten Demokratie. «Die Wahlbeteiligung ist tiefer, und die Schwankungen fallen geringer aus als in Deutschland», stellt der Politologe fest.
Tim Guldimann, ehemaliger Schweizer Botschafter in Deutschland, relativiert in den Tamedia-Zeitungen den Vergleich zwischen der AfD und der SVP. «Die völkisch-rassistische Komponente, die man der AfD vorwerfen muss, sehe ich bei der SVP Schweiz nicht», sagt er. Er betont auch, dass mit der grössten Partei der Schweiz Dialog und Kompromisse möglich seien, während die AfD eine systematische Blockadepolitik betreibe.
Es ist ein weiterer herber Schlag für die Post-Mitarbeitenden: Der «gelbe Riese» hat am Montag ein neues Sparprogramm angekündigt, das bis Ende 2027 den Abbau von bis zu 110 Stellen zur Folge haben könnte.
Die Schweizerische Post will ihre Kosten bis Ende nächsten Jahres senken. Das Unternehmen begründet diese Massnahme mit dem anhaltenden Rückgang des Briefvolumens und der Schaltertransaktionen. Laut der Post reichen das Wachstum in neuen Geschäftsbereichen sowie die Tariferhöhungen noch nicht aus, um den Rückgang der Einnahmen auszugleichen.
Der Plan sieht spezifisch eine Reduzierung des Personalbestands in Management- und Supportfunktionen vor. Bis zu 110 Entlassungen könnten somit in den «klassischen Verwaltungsfunktionen» erfolgen. Das Betriebspersonal in der Briefzustellung sowie das Personal der Filialen sind hingegen nicht betroffen.
«Trotz eines Gewinns von 139 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2026 hält die Post an ihrer Abbaustrategie fest», kritisiert Syndicom. Die Medien- und Kommunikationsgewerkschaft betont, dass diese Ankündigung in eine Reihe von Umstrukturierungen einzureihen sei, die in den vergangenen Monaten eingeleitet wurden. Ihrer Ansicht nach entkommt nun kaum noch ein Unternehmensbereich den Stellenstreichungen, Reorganisationen oder Auslagerungen.
Positive Bilanz für den Cannabisverkauf in Apotheken. Die Ergebnisse einer zweijährigen Studie in Biel, Bern und Luzern zeigen, dass dieses Modell weniger risikoreiche Konsumpraktiken fördert.
Entgegen den beim Start des Versuchs geäusserten Befürchtungen führte der Verkauf von Cannabis in Apotheken nicht zu einer Zunahme der Konsumhäufigkeit. Die Ergebnisse zeigen sogar eine leichte Tendenz nach unten. Die Konsumentinnen und Konsumenten profitierten zudem von einer Beratung zu potenziell schonenderen Konsummethoden wie dem Verdampfen oder der oralen Einnahme.
Mit 65% machen Cannabisblüten den grössten Teil der im Rahmen der Studie verkauften Produkte aus, gefolgt von Flüssigkeiten für E-Zigaretten mit 21%. Die Preise wurden anhand jener auf dem illegalen Markt festgesetzt. Sie liegen jedoch etwas darüber, da sie eine Steuer beinhalten.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie zeigten sich ebenfalls zufrieden. Die Mehrheit von ihnen lobte die Qualität der Produkte, die Transparenz hinsichtlich der Zusammensetzung sowie die Sicherheit des Kaufrahmens.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards