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Wohung

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Mit meinem Umzug von Bern nach Zürich wird mir derzeit bewusst, wie gross der Unterschied bei den Wohnungspreisen zwischen den beiden Kantonen sein kann. Ich habe Glück und konnte mein Budget einhalten. Doch eine neue Studie zeigt: Vielen gelingt dies nicht. Das hat Auswirkungen auf andere finanzielle Entscheide. Wir schauen uns die Studie in diesem Briefing genauer an.

Sonnige Grüsse aus Bern

Strasse im Niger
In Niger wurden zahlreiche Entführungen gemeldet. Copyright 2026 The Associated Press. All Rights Reserved

Eine Schweizerin, die vor über einem Jahr in Niger entführt worden war, ist zusammen mit einer Österreicherin freigelassen worden. Laut Berichten lokaler Medien sind beide Frauen in Bengasi eingetroffen.

Die 69-jährige Schweizerin lebte zum Zeitpunkt ihrer Entführung zusammen mit ihrem Ehemann in der Stadt Agadez in Niger. In einem vom libyschen Sender al-Masar ausgestrahlten Video wirkten die beiden Frauen erschöpft. Unter einem Porträt von Marschall Khalifa Haftar sitzend, bedankten sie sich auf Französisch bei ihren Befreiern.

«Mein Name ist Claudia A. Ich bin Schweizerin. Ich bin 69 Jahre alt. Ich wurde vor einem Jahr und sechs Monaten als Geisel genommen. Jetzt bin ich froh, frei zu sein, und danke Marschall Khalifa Haftar und seinem Sohn, General Saddam Haftar, für alles, was sie für meine Freilassung getan haben», sagt die Schweizerin.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Freilassung der Geiseln. Aussenminister Ignazio Cassis schrieb auf der Social-Media-Plattform X: «Die im April 2025 in Niger entführte Schweizerin ist frei! Sie befindet sich auf dem Rückweg in die Schweiz. Ich bin erleichtert und glücklich. Danke allen Partnern im In- und Ausland, die sich von Beginn an intensiv für ihre Freilassung eingesetzt haben.»

Blick in eine leere Wohnung
Die Lage ist gut, es gibt einen Geschirrspüler und Einbauschränke – aber können sich diese Mietinteressierten die Wohnung wirklich leisten? Keystone / Michael Buholzer

Jede sechste Person in der Schweiz gibt mehr Geld fürs Wohnen aus als empfohlen.

Laut einer von Comparis in Auftrag gegebenen Befragung ist Wohnen besonders für Geringverdienende oft zu teuer. So gaben bei einem Bruttohaushaltseinkommen von bis zu 4000 Franken 36% mehr als ein Drittel davon fürs Wohnen aus. Bei einem Einkommen von über 8000 Franken sinkt dieser Anteil auf 6%.

Diese Drittelregel ist eine Warnlinie im Haushaltsbudget: Wer dauerhaft darüber liege, müsse bei anderen wichtigen Budgetposten sparen, möglicherweise sogar bei Gesundheitsausgaben oder der Vorsorge, sagt Comparis-Immobilienexperte Harry Büsser in einer Medienmitteilung des Vergleichportals.

Auch Eigentümer:innen liegen über dieser Drittelmarke – laut der Befragung sind es 7%. «Wer kann sich 2026 noch ein Eigenheim leisten?», fragt Watson und weist auf die wachsende Bedeutung von Erbschaften und Schenkungen beim Erwerb von Wohneigentum hin. 2007 hatten 27% der Käufer:innen von Wohneigentum im Jahr des Kaufs oder in den beiden Jahren davor eine Erbschaft oder Schenkung erhalten. Bis 2023 stieg dieser Anteil auf 40%.

Die Menschen reagieren mit Demonstrationen auf den Kostendruck: Am vergangenen Wochenende nahmen in der Stadt Bern mehrere hundert Personen an einer unbewilligten Kundgebung teil. Die Demonstrierenden kritisierten unter anderem die steigenden Lebenshaltungskosten und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die Schweiz ist damit nicht allein: Ähnliche Sorgen und Proteste gibt es in ganz Europa.

Fehlermeldung
Die Website der Universität Genf war von der Sicherheitslücke betroffen. Im Bild ist eine Fehlermeldung zu sehen, die die Besucher:innen darüber informierte, dass die Website vorübergehend nicht verfügbar war. Keystone / Salvatore Di Nolfi

Wegen einer gestern bekannt gewordene IT-Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP waren heute Vormittag die Websites verschiedener Behörden und Unternehmen weiterhin offline.

In der Schweiz waren zahlreiche Websites betroffen, darunter einige Seiten der Kantone Basel-Stadt und Tessin sowie Websites der Universität Genf und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

Die Sicherheitslücke betrifft PHP, also die Programmiersprache, die auf vielen Webservern läuft. Sicherheitsexpert:innen warnen, dass die potentielle Gefahr extrem hoch ist. Die Sicherheitslücke könnte es Cyberkriminellen ermöglichen, die vollständige Kontrolle über eine Website zu übernehmen, sensible Informationen zu stehlen oder deren Infrastruktur für Cyberangriffe zu missbrauchen.

Laut dem Sicherheitsdienst Censys liefen am Mittwoch rund 55 Millionen Webangebote mit PHP, darunter Online-Shops, Newsportale und digitale Datenbanken. Laut Softwareentwickler Volker Dusch, der für die PHP Foundation arbeitet, sei es das gravierendste Sicherheitsproblem der Programmiersprache seit über zehn Jahren, schreibt die Newsplattform Nau.

Die PHP Foundation räumt ein, dass schon bei einem Sicherheitsaudit im Jahr 2024 erste Hinweise auf das Problem aufgetaucht seien. Gelöst wurde es damals aber nicht. Als Gründe nennt die Stiftung technische Herausforderungen und begrenzte Entwicklungsressourcen.

Betreibenden betroffener Websites wurde empfohlen, ihre Sicherheitssysteme zu aktualisieren oder ihre Websites vorübergehend offline zu nehmen, bis sie abgesichert werden können.

Dem Bundesamt für Cybersicherheit sind bislang keine Details zu Angriffen wegen der Sicherheitslücke der Programmiersprache PHP in der Schweiz bekannt. Ausgeschlossen werden können Angriffe aber nicht.

Gebäude von Zenith
Rund 100 Arbeitsplätze sind in der Uhrenmanufaktur in Le Locle gefährdet, das derzeit 196 Personen beschäftigt. Keystone / Christian Beutler

Die Schweizer Uhrenmarke Zenith plant Berichten zufolge den Abbau von 200 Stellen und will sich auf das oberste Luxussegment zu konzentrieren. Dies sei eine Frage des Überlebens, wie eine unternehmensinterne Quelle von der Nachrichtenagentur AWP zitiert wird.

Laut der Quelle sind in der Uhrenmanufaktur in Le Locle im Kanton Neuenburg rund 100 der insgesamt 196 Stellen betroffen.

Die Liste der Gründe für diesen Entscheid ist lang: der starke Franken, die Zölle und die geopolitischen Unsicherheiten werden von der Quelle via AWP genannt. Hinzu kämen strukturelle Probleme. Die Produktions- und Vertriebsorganisation sei überdimensioniert und verursache hohe Kosten. Abgesehen von einem Aufschwung nach der Covid-Krise verzeichne Zenith seit Jahren Verluste, obwohl sich einzelne Kollektionen gut verkauften.

Der Haupttrend ist eindeutig: Die Kundschaft wird immer wählerischer bei ihren Kaufentscheidungen. Der Markt verlagert sich weiterhin weg von günstigeren Modellen hin zu Uhren im obersten Preissegment. Im August veröffentlichte Luxeconsult einen Bericht auf Basis von Daten des Verbands der Schweizer Uhrenindustrie FH. Daraus geht hervor, dass Uhren, die lediglich 1,3% des Verkaufsvolumens ausmachen, für 75% des wertmässigen Marktwachstums verantwortlich waren.

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