The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter

Bärentöter aus Frankreich muss 10’000 Euro Schadenersatz zahlen

(Keystone-SDA) Paris – Ein Jäger, der 2004 Frankreichs letzte Pyrenäenbärin erschossen hat, muss 10’000 Euro Schadenersatz zahlen. Der Pariser Kassationsgerichtshof bestätigte das Urteil eines Berufungsgerichts im südfranzösischen Pau vom September 2009.
Das Geld muss Jäger René Marquèze demnach an mehrere Naturschutzorganisationen überweisen. Er hatte geltend gemacht, die Bärin «Cannelle» in Notwehr erschossen zu haben. In einem Strafprozess wurde er 2008 freigesprochen; Tier- und Naturschutzorganisationen verklagten ihn aber dann vor Zivilgerichten auf Schadenersatz.
Der Tod von «Cannelle» hatte in Frankreich grosse Bestürzung ausgelöst, weil es nun endgültig keine echten Pyrenäenbären mehr gibt. Die heute noch in dem Gebirge zwischen Frankreich und Spanien lebenden Bären stammen aus anderen Teilen Europas und haben ein anderes Erbgut.
Die Regierung in Paris hatte in den vergangenen Jahren mehrere Braunbären aus Slowenien ansiedeln lassen. Das Programm ist bei der Bevölkerung aber umstritten, Bauern und Schäfer sehen die Tiere als Bedrohung für ihre Bestände.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft