Basler Energieversorger IWB baut Wärmespeicher im St. Johann
Der Energieversorger Industrielle Werke Basel (IWB) plant im St. Johann einen Wärmespeicher für Fernwärme. Das 42 hohe Gebäude soll beim Fernheizkraftwerk Volta stehen. Der Bau beginnt voraussichtlich im Winter 2026/27, wie die IWB am Mittwoch mitteilten.
(Keystone-SDA) Der Speicher soll CO2-neutral erzeugte Wärme, etwa aus der Kehrichtverwertungsanlage und den Holzkraftwerken, zwischenspeichern. Wärme, die tagsüber nicht unmittelbar benötigt wird, kann als heisses Wasser gespeichert und während der Spitzenzeiten frühmorgens oder abends ins Fernwärmenetz eingespeist werden, wie es im Communiqué heisst.
Dadurch kommen mit Erdgas betriebene Fernwärmeanlagen seltener zum Einsatz, womit der fossile Anteil in der Produktion sinkt. Somit soll der geplante Speicher ein «wichtiger Baustein in der Dekarbonisierung der Basler Fernwärmeversorgung» sein, um die Netto-Null-Ziele des Kantons zu erreichen, wie die IWB schreiben.
Grösster Speicher im Basler Fernwärmenetz
Heute stammen noch rund 20 Prozent der Fernwärme in Basel-Stadt aus Erdgas. Die IWB wollen diesen Anteil schrittweise reduzieren. Ziel ist, bis 2035 die Fernwärme zu 100 Prozent aus Abwärme und erneuerbaren Energieträgern zu gewinnen. Dazu braucht es mehr Produktionsanlagen – etwa die kürzlich in Betrieb genommene Holzpelletanlage im Heizwerk Bahnhof – sowie Speichermöglichkeiten.
Der Bau des neuen Wärmespeichers Volta dauert rund zwei Jahre. Die Anlage wird mit einer Kapazität von 400 Megawattstunden der grössten Speicher im Basler Fernwärmenetz. Am Dolderweg im Kleinbasel steht seit 2020 ein Speicher mit 45 Megawattstunden Kapazität.