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Bergkäse als Alpkäse verkauft – Geschäftsführer verurteilt

(Keystone-SDA) Thun – Der ehemalige Geschäftsführer der Milchproduzentengenossenschaft Gstaad ist am Freitag in Thun zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 660 Franken verurteilt worden. Er wurde des Betrugs schuldig gesprochen.
Das in Thun tagende Kreisgericht Obersimmental-Saanen befand den Mann für schuldig, der Migros im Jahr 2006 2,2 Tonnen Bergkäse als hochwertigen Alpkäse verkauft zu haben. Die Probezeit für den bedingten Vollzug der Strafe beträgt zwei Jahre. Zahlen muss der Mann aber auf jeden Fall eine Busse von 3000 Franken.
Der Mann beteuerte während des viertägigen Prozesses, es habe sich um eine Verwechslung gehandelt. Doch hielt ihm das Gericht entgegen, er habe in einem Telefonat, vor dem Vorstand der Genossenschaft und bei der ersten Polizeieinvernahme eine absichtliche Falschlieferung zugegeben.
In allen anderen Anklagepunkten sprach das Gericht den Mann frei. Die Anklage hatte ihm auch ungetreue Geschäftsbesorgung, eventuell Veruntreuung vorgeworfen.
Auch die Ehefrau des Mannes stand in Thun vor Gericht. Sie war bezüglich ungetreue Geschäftsbetreuung, eventuell Veruntreuung der Gehilfenschaft angeklagt. Als Folge des Freispruchs ihres Mannes in diesen Punkten wurde auch sie freigesprochen.
Der ehemalige Geschäftsführer der Gstaader Milchproduzenten ist heute in China tätig. Im Auftrag eines Weltkonzerns hat er dort ein kleines Unternehmen aufgebaut.

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