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Berner Studie korrigiert Zahl der Froscharten auf Borneo nach unten

Keystone-SDA

Auf Borneo gibt es doch nicht so viele Froscharten wie gedacht. Eine Berner Studie stuft die Zahl der "Ugly Brown Frogs" von 27 auf sechs zurück, weil sich einige der vermeintlich unterschiedlichen Arten untereinander paaren.

(Keystone-SDA) Damit sei ein wichtiges Kriterium für die Anerkennung als eigenständige biologische Art nicht erfüllt, teilte das Naturhistorische Museum Bern (NMBE) am Donnerstag mit.

Bei den «Ugly Brown Frogs», auf Deutsch «hässliche, braune Frösche» handelt es sich um häufige und weit verbreitete Frösche auf der Insel Borneo. Frühere genetische Untersuchungen hatten zur Annahme geführt, dass es sich bei den äusserlich kaum unterscheidbaren Tieren um 27 verschiedene Arten handle.

Ein Forschungsteam unter Leitung des NMBE zeigte nun aber, dass sich viele dieser Arten zwar genetisch leicht voneinander unterscheiden, sich aber miteinander fortpflanzen.

Bedeutung für Evolution und Naturschutz

Das Beispiel mache deutlich, dass die Entstehung neuer Arten ein langsamer Prozess sei, der von äusseren Einflüssen wie Klima und Geologie abhänge. Die Evolution dieser genetischen Vielfalt auf Borneo sei wahrscheinlich durch die Entstehung von Gebirgen und klimatische Veränderungen in den letzten 30 Millionen Jahren geprägt worden.

Eine genaue Kenntnis der Arten und ihrer Verbreitung sei aber nicht nur für das Verständnis der Evolution wichtig, sondern auch für den Naturschutz. Die Lebensräume auf Borneo seien durch menschliche Aktivitäten stark bedroht.

Einst unberührte Regenwälder seien heute weitgehend durch Siedlungen, Strassen und landwirtschaftliche Flächen, insbesondere für Ölpalmen, ersetzt worden.

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