Bernjurassische Bauern fordern Unterstützung vom Bundesrat
Die Landwirtschaftskammer des Berner Juras hat vom Bundesrat Massnahmen gegen die Folgen der aktuellen Trockenheit gefordert. Sie verlangt schnelle finanzielle Unterstützung für die betroffenen Betriebe und das Stellen der Weichen für die Zukunft.
(Keystone-SDA) So müssten etwa die Sömmerungsbeiträge vollständig erhalten bleiben, wenn Tiere wegen des Wetters frühzeitig von den Alpen geholt würden. Dies sei für die regionale Alpwirtschaft von grösster Bedeutung, wie die Organisation am Mittwoch in einer Mitteilung schrieb.
Sie spricht sich zudem für die Fortsetzung der Massnahmen zur Sicherstellung der Futterversorgung und für die Unterstützung von Massnahmen zur raschen Verbesserung der Liquiditätslage der Bauernbetriebe aus. Letzteres soll durch vorgezogene Direktzahlungen erreicht werden. Auch die Wasserversorgung der Höfe müsse zwingend gesichert werden.
Weiter wünscht die Kammer die Prüfung eines Mechanismus, mit dem ein Teil der Kapitalverluste ausgeglichen werden kann. Die anhaltende Trockenheit gelte es als höhere Gewalt anzuerkennen. Betriebe bräuchten ausserdem mehr Mittel zur Bildung von Reserven.
Auf nationaler Ebene schlägt die Kammer die Ausarbeitung eines nationalen Plans zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Landwirtschaft vor. Dieser solle die unterschiedlichen Instrumente bündeln und die Produktionskapazität langfristig garantieren.