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Bessere Arbeitsbedingungen für Luzerner Polizei dank Neubau

Keystone-SDA

Die Notrufe für Polizei, Feuerwehr und Sanität aus den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden werden ab 2032 in Rothenburg LU entgegengenommen. Untergebracht wird diese integrierte und kantonsübergreifende Leitstelle in einem neuen Sicherheitszentrum.

(Keystone-SDA) Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) und Justiz- und Sicherheitsdirektorin Ylfete Fanaj (SP) haben am Montag in Luzern über das Vorhaben des Kantons informiert. Dessen Realisierung soll 276 Millionen Franken kosten. Kantonsrat und Stimmberechtigte werden noch in diesem Jahr über den Kredit befinden können. Dazu kommen 22 Millionen Franken, die bereits für die Planung bewilligt worden sind.

Das Sicherheitszentrum soll auf einem kantonseigenen Grundstück beim Bahnhof Rothenburg Station und in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A2 realisiert werden. Der neungeschossige Bau, von denen drei Untergeschosse sind, hat eine geschwungene Form und sieht auf den Visualisierungen wie ein Bürogebäude aus.

Mit Mensa und Kita

Nur 35 Prozent der Fläche entfielen aber auf Büros, sagte Fanaj. 40 Prozent seien für Spezialnutzungen vorgesehen, der Rest entfalle auf Einrichtungen wie eine Mensa oder eine Kindertagesstätte.

Insgesamt stehen rund 50’000 Quadratmeter Geschossfläche zur Verfügung. Der grösste Teil wird von der Polizei beansprucht. Auch die Lebensmittelkontrolle, der Veterinärdienst und die Staatsanwaltschaft Emmen werden in Rothenburg untergebracht.

Diesen Dienststellen gemein ist, dass sie unter beengten, veralteten oder gar prekären Verhältnissen – etwa in Provisorien oder Containern – arbeiten müssen. Die unterirdischen Arrestzellen, über welche die Luzerner Polizei in der Stadt Luzern verfügt, hätten zudem kein Tageslicht und seien nicht menschenrechtskonform, erklärte Fanaj.

Erste Pläne schon 2008

Schon 2008 plante der Kanton, für den Polizeistützpunkt Sprengi einen Ersatz zu suchen. Ein erstes Projekt in Sempach wurde aber aufgegeben. 2019 wurde entschieden, das Sicherheitszentrum in Rothenburg zu bauen.

Der geplante Bau ist seit dem Wettbewerbsprojekt von 2021 deutlich grösser geworden. Dies hat auch damit zu tun, dass die Leitstelle nicht, wie ursprünglich angedacht, in der Stadt Luzern realisiert wird. Auch auf die Kosten wirkte sich dies aus. «Der Kanton kann und will sich das Projekt aber leisten», sagte Wyss. Fanaj ergänzte: «Wer Sicherheit ernst nimmt, muss in sie investieren.»

Herzstück des geplanten Baus wird nach Angaben des Kantons Luzern die integrierte Leitstelle Luzern, Ob- und Nidwalden sein. Sie soll die Notfalldienste entlang der Brünigachse effizienter machen. Bei Bedarf kann sie auch als Leitstelle für Schwyz und Zug einspringen.

Als Ersatz für die zwölf Arrestzellen in Luzern wird in Rothenburg ein Festnahmezentrum realisiert. Geplant sind dort ferner eine Werkstatt und eine Schiesstrainingsanlage. Auch das Kommando oder das Eichamt ziehen nach Rothenburg. In Luzern an der Kasimir-Pfyfferstrasse verbleiben wird indes die Kriminalpolizei.

700 Mitarbeitende

Insgesamt werden 700 Personen in Rothenburg arbeiten. Zur Arbeit gehen müssen sie mit Velo, Motorrad oder mit dem öffentlichen Verkehr. Mitarbeiterparkplätze wird es keine geben, Ausnahmen gibt es für Schichtarbeitende. Mehr als drei Viertel der 400 Parkplätze, über die das Sicherheitszentrum verfügen soll, sind für Dienstfahrzeuge reserviert.

Mit dem Zusammenzug der verschiedenen Dienststellen in Rothenburg kann der Kanton Luzern verschiedene Flächen, die er bei Dritten gemietet hat, aufgeben. Das Areal des Stützpunktes Sprengi gehört so dem Bund.

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