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Fachhochschulen: Eine Chance für Dozentinnen

In technischen Bereichen sind die Frauen weiterhin untervertreten. Keystone Archive

An den Fachhochschulen bekleiden deutlich mehr Frauen Professuren als an den Universitäten. Der Anteil ausländischer Fachleute ist geringer.

Laut einer am Freitag veröffentlichten Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind ein Viertel der Mitarbeitenden an den Fachhochschulen Frauen. Frauen haben zudem bessere Chancen auf verantwortungsvolle Positionen: Sie besetzen 20 Prozent der Professuren, während es an den Universitäten nur 8 Prozent sind.

Technik bleibt Männer-Domäne

Der Frauenanteil schwankt allerdings stark nach der Fachrichtung. Im Gesundheits-Bereich entfallen zwei von drei Professuren auf Frauen. Die technisch orientierten Fachbereiche sind hingegen auch an den Fachhochschulen Männer-Domänen.

Die Professorinnen der erst in den letzten Jahren gegründeten Fachhochschulen sind im Durchschnitt zweieinhalb Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen und häufiger in Teilzeit angestellt.

Fest in Schweizer Hand

Letztes Jahr beschäftigten die Fachhochschulen insgesamt 13’400 Personen. Das entspricht hochgerechnet 5100 Vollzeitstellen, von denen 34 Prozent auf Professuren, 17 Prozent auf weitere Dozierende, 18 Prozent auf Assistierende und der Rest auf administratives und technisches Personal entfielen.

Der Anteil der ausländischen Dozentinnen und Dozenten beträgt nur 14 Prozent, wogegen es an den Universitäten 37 Prozent sind.

Auf die Lehre ausgerichtet

An den Fachhochschulen steht die Lehre im Vordergrund. Auf die Diplomstufe entfallen hier 54 Prozent der Vollzeitstellen, während es an den Universitäten nur 36 Prozent sind. In der Lehre trifft es eine Vollzeitstelle auf 7,6 Studierende. Die Forschung braucht an den Fachhochschulen lediglich 9 Prozent der Ressouren, gegenüber 48 Prozent an den Universitäten.

Den grössten Teil der personellen Ressourcen der Fachhochschulen beansprucht – immer auf Vollzeitstellen hochgerechnet – mit 30 Prozent der Bereich Technik. Es folgen die Wirtschaft mit 14 Prozent und das Bauwesen mit 8 Prozent.

swissinfo und Agenturen

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