BSV-Chef Yves Rossier kündigt Sparmassnahmen an
(Keystone-SDA) Bern – Die Menschen werden immer älter. Das führt zu höheren Ausgaben bei den Sozialversicherungen, jährlich um 2 bis 3 Prozent. Das sagte Yves Rossier, Chef des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV), in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». Sparen sei angesagt.
«Entweder sind wir bereit, jedes Jahr etwas mehr in die Sozialwerke einzuzahlen, oder wir müssen jedes Jahr runter mit den Leistungen, oder von beidem etwas. Das ist die Ausgangslage», sagte Rossier.
Mit der 6. Revision der Invalidenversicherung will er deshalb «fast 1 Milliarde Franken pro Jahr sparen». Denn eines sei sicher: «Nur mit Eingliederung können wir die IV nicht sanieren. Den ersten Teil der Sparvorschläge werden wir schon im Januar oder Februar vorlegen.»
Weiter hofft Rossier das sich die «Tragödie der IV» nicht wiederholt. Heikel werde es, wenn der AHV-Fonds unter 20 Prozent falle. Dann funktioniere das AHV-System nicht mehr reibungslos.
Während der BSV-Direktor bei IV und AHV sparen will, will er neue Geldquellen für die Erwerbsersatzordnung (EO), die den Urlaub der Mütter und die Diensttage der Soldaten bezahlt. «Der Bundesrat wird die Beiträge 2011 um 0,2 Lohnprozente erhöhen müssen», sagte er. Damit würde der Lohnabzug bei der EO 0,5 Prozent betragen