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Christlichdemokraten und Freisinnige wappnen sich

CVP-Delegierte stimmen auf dem Säntis über Gegenvorschlag zur Klima-Initiative der Grünen ab. Keystone

Nach den jüngsten Wahlumfragen sieht CVP-Präsident Darbellay seine Partei "auf dem Weg nach oben". Vor den Delegierten auf dem Säntis kritisierte er den fehlenden Respekt im Wahlkampf.

Am Wahlkampf-Parteitag der FDP in Zürich betonte Präsident Pelli die Wichtigkeit liberaler Werte für das Wohl der Schweiz. Gleichzeitig rief er die SVP zur Vernunft auf.

Die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) wolle die grösste Mitte-Partei werden, sagte Christophe Darbellay an der Delegiertenversammlung vom Samstag. Dafür seien 15 Prozent Wähleranteil noch zu wenig. Aber die Partei sei auf gutem Weg.

Endlich sei Familienpolitik ein Thema. Für eine gute Zukunft brauche die Schweiz aber nicht nur die Familien. Sie brauche auch ausländische Arbeitskräfte und Mitbürger. Zugewanderte seien Menschen, keine Schafe, wie das die Plakate der Schweizerischen Volkspartei (SVP) suggerierten, sagte Darbellay weiter.

Scharfe Kritik an SVP

Die SVP wolle nicht konstruktiv über Inhalte im Wahlkampf reden, sondern halte nebulöse Theorien aufrecht, sagte der CVP-Präsident. Die Blocher-Partei lasse Respekt und Anstand im Wahlkampf vermissen.

Darbellay bezichtigte die SVP der Brandstiftung. Sie schaffe mit der Ausschlachtung der Affäre Blocher-Roschacher ein Klima der Gewalt. Die SVP sei mitschuldig, dass die GPK-Präsidentin und St. Galler CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz bedroht werde und Personenschutz brauche.

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Schweizer Politik

CVP

Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht Die heutige Christlichdemokratische Volkspartei Schweiz (CVP) wurde im 19. Jahrhundert KK, katholisch-konservativ, genannt. 1891 stellten die lange in der Opposition politisierenden Katholisch-Konservativen den ersten nicht freisinnigen Bundesrat, 1919 den zweiten. Seit 1970 führt sie ihren heutigen Namen und hat sich gleichzeitig als Zentrumspartei mit Familienthemen und dem Bekenntnis zu einer sozialen Marktwirtschaft positioniert. Seit Ende…

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Gegen hohe Preise und Klima-Initiative

Die CVP-Delegierten verabschiedeten eine Resolution zur Senkung der Konsumenten-Preise. Sie fordern den Abbau technischer Handelshemmnisse (Cassis-de-Dijon-Prinzip). Sinken sollen auch die Medikamenten-, Bau-, Miet-, Transport- und Telefonkosten.

Den Kampf angesagt hat die CVP auch der Besteuerung der Kinder- und Ausbildungszulagen. Mit einer Motion zum Steuerharmonisierungs-Gesetz solle diese fiskalische Ungerechtigkeit beseitigt werden.

Die CVP lehnt die Klima-Initiative der Grünen ab und verabschiedete dazu am Samstag einen Gegenvorschlag. Mit parlamentarischen Initiativen will die Partei den CO2-Ausstoss in der Schweiz bis 2020 um 20 Prozent senken.

FDP will alle liberalen Stimmen

Am Wahlkampf-Parteitag der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) Schweiz betonte Parteipräsident Fulvio Pelli am Samstag in Zürich die Wichtigkeit liberaler Werte für das Wohl der Schweiz.

Zugleich forderte er für die FDP alle liberalen Stimmen. Pelli tat dies trotz der nicht sehr rosigen Prognosen des neusten Wahlbarometers.

Bundesrat Hans-Rudolf Merz sprach gar davon, «dass man Liberalismus als Lebensgefühl» vermitteln müsse. Und Bundesrat Pascal Couchepin verwies darauf, dass wichtige Errungenschaften in der Sozial- und Bildungspolitik Errungenschaften der Liberalen seien.

Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit nannte Parteipräsident Pelli ebenfalls einen der zentralen Werte der Freisinnigen. Diese Werte dürfe niemand auf dem Altar des kurzfristigen Wahlerfolges opfern. «Dieser Preis wäre zu hoch.»

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Schweizer Politik

FDP.Die Liberalen

Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht Die Gründer des Schweizerischen Bundesstaates von 1848 waren die Vorfahren der Freisinnig-Demokratischen Partei Schweiz (FDP). Sie wurde offiziell erst 1894 gegründet. Bis 1891 waren ausschliesslich Freisinnige im Bundesrat und bis 1943 vertraten sie dort die Mehrheit, während vieler Legislaturen auch im Parlament. Seit 1983 hat die Wirtschaftspartei, wie sie sich bezeichnet, stetig an Wähleranteil verloren,…

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SVP zur Vernunft aufgerufen

In diesem Zusammenhang kritisierte FDP-Präsident Pelli den Wahlkampf der SVP und rief die Partei zur Vernunft auf. Die SVP möge ihre Shows und Inszenierungen beenden, so Pelli.

Liberale jagten niemanden mit Fusstritten fort, sagte er in Anspielung auf die Inserate der SVP. Sie respektierten ihre Mitmenschen und Minderheiten, auch die Schwarzen. Sie glaubten an die Gewaltentrennung; die Richter, nicht das Volk verurteilten Kriminelle und all jene, die das System missbrauchten. Das Volk fälle die politischen Entscheide und sei für gute Gesetze verantwortlich.

swissinfo und Agenturen

Schweizerische Volkspartei (SVP): 25,6% (26,7% im Jahr 2003)

Sozialdemokratische Partei (SP): 22,6% (23,3%)

Christlichdemokratische Volkspartei (CVP): 15% (14,4)

Freisinnig-Demokratische Partei (FDP): 14,7% (17,3%)

Die Grünen: 10,7% (7,4%)

Voraussichtliche Wahlbeteiligung: 55% (45,4%)

Das 7. Wahlbarometer wurde zwischen dem 27. August und dem 8. September 2007 durchgeführt.

2032 repräsentativ ausgewählte Personen wurden in allen Sprachregionen des Landes telefonisch befragt.

Die Fehlerquote beträgt +/- 2,2%.

Für die Nationalratswahlen im Oktober kandidieren in den 20 Kantonen mit mehr als einem Nationalrat 424 Personen auf total 34 Listen der Grünen. Dabei sind die verschiedenen öko-liberalen Gruppierungen nicht enthalten.

Von den Bundesratparteien schickt die FDP (einschliesslich gemischter liberal-freisinniger Listen im Wallis) total 414 Kandidierende ins Rennen, die SP 402, die SVP 399 und die CVP 359.

Insgesamt kandidieren in den 20 Proporzkantonen 3089 Personen für den Nationalrat, was einen neuen Rekord bedeutet.
SP und Grüne haben einen Frauenanteil unter den Kandidierenden von rund 48 Prozent. Bei der SVP beträgt der Frauenanteil 20,6, bei der FDP 25,7 und der CVP 35,6 Prozent.

Insgesamt kandidieren in den 20 Proporzkantonen 1088 Frauen für den Nationalrat, was einem Anteil von 35,2 Prozent entspricht.

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