Faire Produktion für öffentliche Hand
Bund, Kantone und Gemeinden sollen nur noch fair produzierte Güter einkaufen. Dies fordert das Schweizerische Arbeiterhilfswerk in seiner Kampagne gegen Kinder- und Zwangsarbeit.
Im öffentlichen Beschaffungswesen soll nicht nur ein möglichst tiefer Preis ausschlaggebend sein für den Einkauf eines Produkts. Dies fordert das SAH in der am Dienstag vorgestellten Kampagne «Keine Ausbeutung mit unseren Steuergeldern».
Gerade die öffentliche Hand als «Hüterin des Rechts» und Vorbild stehe in der Verantwortung, auf eine Herstellung unter menschenwürdigen Bedingungen zu achten, betonte der designierte SAH-Präsident Hans-Jürg Fehr.
Kinder- und Zwangsarbeit, 70-Stunden-Wochen, Hungerlöhne, lebensgefährliche und gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen seien in vielen Ländern weit verbreitet.
Es dürfe nicht sein, dass die öffentliche Hand als Folge ihrer Beschaffungspolitik gerade jene belohne, welche sich nicht an die Regeln hielten, so Fehr.
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