The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Kaum Fortschritte bei Verhandlungen zu Schengen

Die Schweiz hat in der vierten Verhandlungsrunde mit der EU über den Beitritt zu den Schengen- und Dublin-Abkommen kaum Fortschritte erzielt. Streitpunkt war unter anderem die Forderung nach speziellen Übergangsfristen.

Die Expertengespräche zum Waffenrecht könnten bald abgeschlossen werden, teilte das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am Dienstag mit.

Zudem sollten die Verhandlungen zum Dubliner Erst-Asylabkommen (Dublin II) nach der EU-internen Revision Anfang nächstes Jahr aufgenommen werden.

Kaum Fortschritte

Die Kernpunkte der Verhandlungen scheinen jedoch noch weit von einer Einigung entfernt. «Wir haben nach Lösungen gesucht, wie wir das Abkommen von Schengen und die Anforderungen der direkten Demokratie unter einen Hut bringen können», sagte Urs Hammer von der Schweizer Mission in Brüssel.

So habe die Schweiz darauf bestanden, das Volk über allfällige Reformen des Schengener Abkommens abstimmen zu lassen. «Wir brauchen Instrumente, um solchen vitalen Interessen der Schweiz Rechnung zu tragen», sagte Hammer.

Übergangsfristen gelten als «unmöglich»

Von den von Schweizer Seite vorgeschlagenen Übergangsfristen wollte Brüssel aber nichts wissen. Aus informierten Kreisen verlautete, in der EU gelte jede solche Regelung in den künftigen bilateralen Verträgen als «unmöglich».

Weitere wichtige Themen wie die finanziellen Beiträge der Schweiz oder die Rechtshilfe konnten wegen Zeitmangel nicht behandelt werden.

Die Abkommen von Schengen und Dublin betreffen die Justiz-, Polizei- und Asylkooperation. Grundlage der Verhandlungen war ein entsprechender Vertrag der EU mit Island und Norwegen.

Die Schweiz wurde in Brüssel von Monique Jametti Greiner, Vizedirektorin des Bundesamts für Justiz, vertreten. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 16. Dezember in Brüssel stattfinden.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft