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Millionenforderung für Sahara-Geiseln

Al-Kaida-Terroristen haben für die zwei europäischen Sahara-Geiseln, einen Schweizer und einen Briten, ein Lösegeld von 15 Millionen Franken gefordert. Die beiden sind seit Januar in der Hand der Extremisten.

Die Lösegeldforderung von zehn Mio. Euro machte die algerische Zeitung «Al-Khabar» publik. Al-Kaida im Maghreb, der nordafrikanische Arm des Terror-Netzwerkes, sei sogar bereit, sich mit acht Mio. Euro zufriedenzugeben.

Das Blatt berief sich dabei auf Sicherheitskreise. Im Gegenzug würde Al-Kaida zuerst den Schweizer und einige Wochen später den Briten freilassen.

Die Entführer hatten die Freilassung eines jordanischen Islamisten gefordert, der in Großbritannien in Haft sitzt, und zunächst mit der Tötung des Briten bis Freitag gedroht. Von offizieller Seite gab es keine Bestätigung für Verhandlungen zur Freilassung der Geiseln.

Das Geld soll den Entführern innerhalb von zwei Monaten übergeben werden. Al-Kaida hatte die beiden Geiseln zusammen mit der Ehefrau des Schweizers, einer Deutschen und dem afrikanischen Fahrer der Gruppe im Januar im Grenzgebiet zwischen Mali und Niger verschleppt.

Die beiden Frauen und der Fahrer waren vor rund einem Monat freigelassen worden. Seit der Geiselnahme haben die Entführer mehrmals neue Forderungen aufgestellt: Zunächst forderten sie die Freilassung von in Mali festgehaltenen Komplizen. Später wollten sie ihre Geiseln gegen in Europa inhaftierte Islamisten austauschen.

Das Schweizerische Aussenministerium (EDA) hatte in seinen Hinweisen schon vor der Entführung von Reisen ins Grenzgebiet zwischen Mali und Niger dringend abgeraten.

swissinfo.ch und Agenturen

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