Vergangenheitsarbeit für den Frieden
Die Schweiz engagiert sich auf internationaler Ebene für Vergangenheitsarbeit. Beispiele dafür sind Kolumbien, Nepal, Indonesien und mehrere afrikanische Länder sowie auch die Vermittlungsarbeit zwischen der Türkei und Armenien.
Der Schweizer Einsatz für die Vergangenheitsarbeit sei vor allem auch ein Beitrag zur Konfliktprävention, sagte Thomas Greminger, Chef der Politischen Abteilung IV im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Mangelnde Vergangenheitsarbeit sei nämlich ein wichtiger Faktor dafür, dass viele Konflikte trotz Friedensprozessen wieder aufbrechen würden.
Es gebe zwar kein Standardmodell für eine solche Arbeit, doch habe die Schweiz erheblich zur Erarbeitung eines konzeptuellen Rahmens für diesen Bereich beigetragen. Dabei geht es laut Greminger um das Recht auf Wahrheit, das Recht auf Gerechtigkeit, das Recht auf Wiedergutmachung und die Garantie der Nichtwiederholung.
Als Beispiele für den Einsatz der Schweiz nannte Greminger Guatemala, Kolumbien, Nepal, Somalia und Indonesien.
Aber nicht nur auf bilateraler Ebene, sondern auch auf multilateraler Ebene setzt sich die Schweiz laut Greminger ein.
Zum Thema Vergangenheitsarbeit findet am kommenden Donnerstag die Jahreskonferenz der Politischen Abteilung IV des EDA in Bern statt.
swissinfo.ch und Agenturen
Mehr
Gute Dienste
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch