Navigation

CH/Bundesrat übt Kritik an der Schweizer Bankenaufsicht

Dieser Inhalt wurde am 12. Mai 2010 - 13:20 publiziert

Bern (awp/sda) - Der Bundesrat übt im Zusammenhang mit der Finanzkrise Kritik an der Bankenaufsicht in der Schweiz. Zwar habe die Eidg. Bankenkommission (EBK) im Vorfeld bei der UBS verschiedene Probleme erkannt. Sie habe aber mit zuwenig Nachdruck auf die Problem-Behebung gedrängt.
Die EBK, die heute in der Finanzmarktaufsichtsbehörde FINMA aufgegangen ist, habe sich zu stark auf die Einschätzungen der UBS verlassen und sich zu schnell mit den Aussagen der UBS-Verantwortlichen zufrieden gegeben.
Eine unzulässige Beeinflussung der EBK durch die UBS habe aber nicht festgestellt werden können, heisst es in dem vom Bundesrat am Mittwoch verabschiedeten Bericht über das Gebahren der Finanzmarktaufsicht während der Finanzkrise. Mit dem Bericht erfüllt der Bundesrat zwei parlamentarische Vorstösse.
Als Gründe für die ungenügende Kontrolle der UBS durch die EBK sieht der Bundesrat darin, dass sich die EBK durch das "Musterschülerinnen-Image" der UBS habe blenden lassen. Ausserdem sei der Personalbestand in der Abteilung Grossbankenaufsicht knapp gewesen.
Nicht thematisiert wird in dem Bericht das Verhalten der FINMA im Zusammenhang mit den Ermittlungen der US-Behörden gegen die UBS wegen Verletzungen von Vorschriften des US-Steuerrechts.
ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?