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Lugano (awp/sda) - Der Schweizer Tourismus-Verband fordert bessere Rahmenbedingungen für die Branche. Dazu gehören ein günstiger Mehrwertsteuersatz und ausreichend Mittel für das Marketing. Sonst sei das angestrebte Wachstum in der Tourismusindustrie nicht realisierbar.
Der Kampf für einen günstigen Mehrwertsteuersatz werde eines der politischen Schwerpunktthemen der nächsten Monate sein, sagte Dominique de Buman, der Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV), am Freitag in Lugano an der GV der Organisation.
Nebst einem günstigen Mehrwertsteuersatz für die Tourismusbranche wünscht sich der Freiburger CVP-Nationalrat de Buman auch eine einheitliche Besteuerung von Speisen und Getränken in Restaurants und beim Verkauf über die Gasse.
Weiter verlangt der Dachverband der Schweizer Tourismusindustrie ausreichende Mittel für das touristische Marketing. Nur so lasse sich die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) formulierte Wachstumsstrategie umsetzen.
Im weiteren plädiert der STV für eine unbefristete Fortführung des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus (Innotour) ab 2012. Eine Finanzierung von Innotour über den Finanzkredit von Schweiz Tourismus in der nächsten Periode (2012-2015) weist der STV entschieden zurück.
Ebenfalls keinen Gefallen findet der Verband am Sparprogramm des Bundes. Die vorgesehenen Massnahmen wie die Streichung von 160 regionalen ÖV-Linien würden touristisch sinnvolle Infrastrukturen "überflüssigerweise infrage stellen", sagte de Buman.
Er unterstrich in seiner Rede den Wert der Tourismusindustrie für die nationale Volkswirtschaft: "Der Tourismus ist ein wichtiges Element unserer nationalen Nachhaltigkeitspolitik, weil touristische Arbeitsplätze nicht ins Ausland ausgelagert werden können."
Als Gastredner rührte Marco Solari, der Präsident von TicinoTurismo, die Werbetrommel für das Projekt "Gottardo 2020", das zur Eröffnung der NEAT stattfinden soll.
Aus statutarischen Gründen konnte der STV keine Resolution zur Unterstützung des Expo-Projektes verabschieden. De Buman sicherte Solari aber Rückendeckung durch die Tourismusbranche zu.

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