Chur: Weniger zweisprachige Klassen und keine Gratis-Parkplätze
Die Stadt Chur will 16 Millionen Franken sparen. Dafür will sie Gratis-Parkplätze und schulische Angebote streichen. Es ist bereits der zweite Anlauf, ein Sparpaket durchzubringen.
(Keystone-SDA) Die Strategie sei es, langfristig handlungsfähig zu bleiben und die nötigen Investitionen zu tätigen, sagte der Stadtpräsident Hans Martin Meuli (FDP) am Donnerstag in Chur.
Trotz positiver Rechnungsabschlüsse stieg die Verschuldung der Stadt in den letzten Jahren an – 2020 betrug der Selbstfinanzierungsgrad 72,1 Prozent, 2025 lag er bei 59,1 Prozent. Mit dem Sparpaket will die Stadt nun einerseits die Aufwände reduzieren (zwei Drittel) und die Einnahmen steigern (ein Drittel).
Die grössten Posten betreffen Einsparungen bei den zweisprachigen Klassen, Steueranpassungen und Kostenabwälzungen an den Kanton. Beim Personal will der Stadtrat möglichst wenig sparen.
Die politische Diskussion folgt im September im Gemeinderat. Zuletzt versenkte dieser 2024 ein vorgeschlagenes Sparpaket.