Das Karussell für die Regierungsratswahlen 2027 füllt sich
Das Karussell für die Zürcher Regierungsratswahlen im kommenden Jahr füllt sich allmählich. Nachfolgend ein Überblick über jene Kandidierenden, die bereits Interesse angemeldet haben oder schon nominiert wurden.
(Keystone-SDA) Die SP will mit einem Zweierticket antreten
Die SP will zwei Kandidierende ins Rennen schicken. Ihr Ziel ist es, den Sitz der nicht mehr antretenden Justizdirektorin Jacqueline Fehr zu verteidigen und einen zweiten Sitz zurückzuerobern. Bereits für eine Kandidatur in Position gebracht haben sich Nationalrätin Priska Seiler Graf und der Winterthurer Stadtrat Nicolas Galladé. Wer auf dem Ticket steht, entscheidet die Parteibasis im Juli.
Die GLP will zurück in die Regierung
Seit dem Rückzug von Verena Diener im Jahr 2007 ist die GLP nicht mehr im Regierungsrat vertreten. Nun soll die Winterthurer Gemeinderätin Nora Ernst den Sprung zurück schaffen. Die Co-Präsidentin der kantonalen GLP wurde bereits offiziell als Kandidatin nominiert.
Die FDP überlegt sich ein Zweierticket
Die FDP entscheidet am 23. Juni, mit wem sie den frei werdenden Sitz von Carmen Walker Späh verteidigen will. Der Parteivorstand wollte zunächst nur den 32-jährigen Nationalrat Andri Silberschmidt ins Rennen schicken. Weil das parteiintern auf Kritik stiess, entscheiden nun die Delegierten über ein allfälliges Zweierticket. Silberschmidt gilt dabei als gesetzt. Ebenfalls zur Auswahl stehen Monika Keller (Kantonsrätin und Gemeindepräsidentin von Greifensee), Martin Huber (Kantonsrat) sowie Frank Rühli (ehemaliger Gemeinderat der Stadt Zürich).
Die Mitte sucht Nachfolge für Steiner
Die Mitte will im Juni darüber informieren, wie ihr Fahrplan für die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für die nicht mehr antretende Silvia Steiner aussieht. Nationalrat Philipp Kutter hat angekündigt, eine Kandidatur prüfen zu wollen. Nicht zur Verfügung steht hingegen Nationalrätin Yvonne Bürgi.
SVP sucht Nachfolger für Ernst Stocker
Nachdem Finanzvorsteher Ernst Stocker schon einmal eine Amtszeit angehängt hat, weil die SVP keine anderen Kandidaten hatte, lässt sich der 70-Jährige nun doch noch pensionieren. Als Nachfolger wird Nationalrat Martin Hübscher gehandelt, aber auch andere Kandidierende hätten noch Zeit, offen Interesse zu bekunden. Nominieren wird die SVP im Juli. Die bisherige Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli wird erneut antreten.
Martin Neukom will Sitz der Grünen verteidigen
Baudirektor Martin Neukom will bei den Wahlen 2027 erneut antreten. In Sachen Klimaschutz sei «längst noch nicht alles erreicht», sagte der 39-Jährige. In einer weiteren Amtszeit möchte er dazu die nächsten Schritte tun. Neukom wurde vor sieben Jahren in die Regierung gewählt. Einen zweiten Sitz dürften die Grünen nicht anstreben.
Und was macht Mario Fehr?
Sicherheitsdirektor Mario Fehr hat sich bisher als einziges Regierungsmitlied nicht dazu geäussert, ob er eine weitere Amtszeit anhängen will oder nicht. Er ist zwar im Rentenalter, wirkt aber keineswegs amtsmüde und ist beim Volk sehr beliebt. Zudem ist er parteilos. Er kann also allein entscheiden.