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DE/Mobilfunkauktion bringt nur knapp 4,4 Milliarden Euro

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 17:05 publiziert

MAINZ (awp international) - Der Bieterkampf um Mobilfunkfrequenzen ist beendet. Nach 224 Runden seien insgesamt 4,38 Milliarden Euro geboten worden, teilte die Bundesnetzagentur in Mainz mit. Das ist nur die Hälfte des Betrags, den Analysten erwartet hatten. Die Auktion zog sich über fast sechs Wochen (seit 12. April) hin. Die spektakuläre UMTS-Auktion vor zehn Jahren hatte gut 50 Milliarden Euro in die Staatskassen gespült.
An der Versteigerung nahmen die vier Mobilfunkbetreiber T-Mobile , Vodafone , E-Plus und 02 Telefonica teil. Insgesamt wurde ein Paket von 360 Megahertz versteigert - mehr als doppelt so viel wie bei der UMTS-Auktion vor zehn Jahren. Besonders begehrt war die so genannte Digitale Dividende, Frequenzen die durch die Umstellung des Rundfunks auf Digitaltechnik frei geworden sind. Für diese Frequenzblöcke im Bereich von 800 Megahertz wurden bis zuletzt die höchsten Gebote abgegeben. Letztlich sind aber nur drei Betreiber in dem Bereich zum Zuge gekommen. E-Plus ist leer ausgegangen.
Am meisten bot Vodafone mit 1,43 Milliarden Euro, gefolgt von Telefonica O2 mit einem Gesamtgebot von 1,38 Milliarden Euro. Die Telekom gab Gebote von 1,3 Milliarden Euro ab. Am günstigsten kam E-Plus mit 283 Millionen Euro weg.
Die Frequenzen sollen unter anderem dazu genutzt werden, um Internetverbindungen auf dem Land auszubauen. Ausserdem wollen die Mobilfunkanbieter ihre Netze für mobile Datendienste wappnen. Am Freitag (21. Mai) sollen die Anbieter auf einer Pressekonferenz ihre Urkunden erhalten./gr/sk

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