Abschied von der WM mit einem Sieg
Die Schweiz hat sich von der Eishockey-WM in Deutschland ehrenvoll verabschiedet. Sie gewann ihr letztes Spiel gegen Italien 8:1 und verhalf so Deutschland zur Viertelfinal-Qualifikation
Matchwinner war Jean-Jacques Aeschlimann, der die Tore vom 0:1 zum 2:1 erzielte, in der 59. Minute aber k.o. geschlagen wurde. Verdientermassen wurde er am Ende als bester Spieler ausgezeichnet.
Der bald 34-jährige Captain konnte die Ehrung jedoch nicht persönlich entgegennehmen. In der zweitletzten Minute lief der Seeländer in einen unsauberen Check Chitarronis; im anschliessenden Infight streckte ihn Iob mit einem Faustschlag an die Schläfe endgültig nieder.
Deutschland dankt der Schweiz
Was nach dem ersten Drittel folgte, war eine Schweizer Kür bis hin zum 8:1-Schlussresultat – dem höchsten Länderspielsieg unter Ralph Krueger. Martin Plüss, der beste Schweizer an der WM, besorgte in der 24. Minute mit dem 3:1 die Siegsicherung. Als alles entschieden und die Weltmeisterschaft so gut wie vorbei war, tat der Paradeblock mit Michel Riesen, Marcel Jenni und Gian-Marco Crameri noch etwas für seine Statistiken. Diese Linie erzielte vier der fünf Tore vom 4:1 bis zum 8:1.
Der Schweizer Sieg freute vor allem die Auswahl von Gastgeber Deutschland, die das Spiel geschlossen im Stadion verfolgte. Weil die Italiener auf ihren zwei gegen Deutschland gewonnenen Punkte sitzen blieben, haben die Deutschen schon vor ihrem letzten Spiel gegen Russland die Viertelfinals erreicht.
Ehre gerettet
Und die Schweiz? Nationalcoach Ralph Krueger lobt sein Team: «Wir können immerhin erhobenen Hauptes die WM verlassen.» Es sei nicht selbstverständlich gewesen, dass sich die Mannschaft nochmals aufraffen konnte, nachdem nach der Niederlage gegen die Russen die Träume von Viertelfinals und Medaillen plötzlich weg waren.
Blick nach Salt Lake City
Das Schweizer Team kehrt nun am Dienstag Abend (8.5.) in die Schweiz zurück. Wie an den letzten drei Weltmeisterschaften gewannen die Schweizer zwei Spiele, im Gegensatz zu 1998 (4.), 1999 (8.) und 2000 (6.) reichte das diesmal aber nur zu Platz 9 oder 10.
Rolf Bichsel, sda
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch