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Adolf Ogi als IOC-Mitglied vorgeschlagen

Mit der IOC-Kandidatur geht für Adolf Ogi ein grosser Wunsch in Erfüllung. Keystone

Altbundesrat Adolf Ogi (58) ist in Lausanne vom Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) als eines von sieben neuen IOC-Mitgliedern vorgeschlagen worden. Der Exekutive lagen Bewerbungen von 76 Kandidaten vor. Der Vorschlag ist nicht unumstritten.

Alt-Bundesrat Adolf Ogi dürfte nebst Juan Antonio Samaranch Junior (Sp), dem Sohn des abtretenden IOC-Präsidenten, der Holländerin Els van Breda Viesman, dem Inder Randhir Singh, Timothy Tsun Ting Fok (Hongkong), dem Australier John Coates und der Kamerunerin Issa Hayatou von der IOC-Vollversammlung in Moskau (13. bis 16. Juli) gewählt werden. Ogi ist bereits UNO-Sonderbotschafter für Sport, Entwicklung und Friedensförderung.

Adolf Ogi wäre neben den Verbands-Präsidenten Joseph Blatter (Fussball/FIFA), Gian-Franco Kasper (Ski/FIS) und René Fasel (Eishockey/IIHF) sowie den beiden Exekutivrats-Mitgliedern Marc Hodel und Denis Oswald der sechste Schweizer, der im IOC Einzug hält. Eine Wahl von Ogi ins IOC ergäbe Synergien für beide Seiten. Die Schweiz würde so das grösste Mitglieder-Kontingent aller Nationen stellen, vor Kanada und Italien (je 5).

Ogis Kandidatur nicht unumstritten

Ogis Kandidatur war nicht unumstritten. Die vom Senegalesen Keba Mbaye präsidierte, siebenköpfige Kandidaten-Kommission hatte Ogi dem Exekutivrat nicht zur Wahl empfohlen. Dem Gremium gehören auch Altbundesrat Kurt Furgler und der ehemalige französische Justizminister Robert Badinter an. Samaranch befürwortete hingegen Ogis Wahl. Für den Kandersteger setzten sich auch Oswald und Hodler ein. Hodler (82) zog sogar seinen Rücktritt zu Gunsten von Ogi in Erwägung.

Zu reden gab auch die Nomination von Juan Antonio Samaranch Junior (41) durch seinen 80-jährigen Vater, der nach 21 Jahren das Präsidentenamt abgibt. Zwar ist der Vizepräsident des Internationalen Verbandes im Modernen Fünfkampf (UIPM) nicht die erste Person, die auf direkte Unterstützung durch ein Familienmitglied zählen kann. Aber noch nie in der 107-jährigen Geschichte des IOC setzte sich der Präsident des weltweit einflussreichsten Sportgremiums persönlich für die Wahl des Filius ein. Mit dem Inder Randhir Singh ersucht ein weiterer «väterlich-vorbelasteter» Kandidat um Einlass ins IOC.

swissinfo und Agenturen

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