Alles klar für Playoff-Halbfinals
In den Eishockey-Playoff-Halbfinals zur Best-of-7-Serie trifft Davos auf Kloten und Lugano auf die ZSC Lions.
Davos erzwang im ausverkauften Allmend-Stadion gegen Bern beim 4:2 den dritten Sieg in Folge, womit der Qualifikationssieger die Serie gegen den SCB nach Startschwierigkeiten 4:2 gewann. In den Halbfinals treffen die Bündner nach achtjährigem Unterbruch wieder auf Kloten.
Im zweiten Halbfinal kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Finals: Lugano empfängt die ZSC Lions. Die Südtessiner leisteten sich nach der peinlichen 1:2-Heimniederlage vom Donnerstag keinen zweiten Fauxpas und bezwangen den EV Zug dank vier Treffern im mittleren Abschnitt 6:3.
Die ZSC Lions beanspruchten gegen Ambri vor eigener Kulisse erneut die Overtime und das Tor von Reto Stirnimann in der 68. Minute zum 4:3-Erfolg. Beide Serien endeten mit 4:2.
Die Details zu den Partien
Bern verliert gegen Davos 2:4, womit Davos mit 4:2 Siegen die Halbfinals erreicht hat. Im Mitteldrittel innerhalb von etwas mehr als fünf Minuten entschied Davos das Spiel. Riesen, Neff und Reto von Arx erzielten innerhalb von 319 Sekunden die Tore vom 0:1 zum 3:1. Für Claudio Neff war es das erste Playoff-Tor. Bern-Torhüter Marco Bührer liess in dieser Phase drei von vier Schüssen passieren; mindestens den dritten Gegentreffer hätte er verhindern müssen. Vor dieser entscheidenden Phase war die Partie für Bern gelaufen. Davos dominierte das Startdrittel, Bern ging aber in der 18. Minute durch Marc Weber in Führung. Wenig später hatte der Ex-Davoser André Baumann sogar das 2:0 auf dem Stock. Bei Bern spielte überraschend wieder Rikard Franzén, dessen Saison verletzungshalber beendet schien.
Zug-Lugano 3:6; Lugano mit 4:2-Siegen in den Halbfinals. Zug war durch den Exploit vom Donnerstag beflügelt und ging durch Tore von Voegele nach katastrophalem Fehler des erstmals in den Playoffs eingesetzten Huet und durch Ramholt bis zur 8. Minute 2:0 in Führung, Nummelin und Maneluk glichen aber noch im ersten Drittel aus. Astley, wieder Nummelin und Dubé sorgten dann bis zur 25. Minute für die Entscheidung. Jeannin erzielte dann das 6:2, ehe DiPietro noch einmal verkürzte. Das 2:4 und 2:5 fielen, als der diesmal nicht mehr so starke Ersatzgoalie Mettler eine Strafe verschuldet hatte. Die favorisierten und individuell deutlich besser besetzten Tessiner haben sich die Halbfinal-Qualifikation gegen die couragierten Zuger aufgrund ihrer Auswärtsstärke verdient: Sie gewannen alle drei Duelle in der Herti, das Gesamtskore lautete dabei 18:5.
ZSC Lions-Ambri-Piotta 4:3 nach Verlängerung. Der Meister wandelte einen 1:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg um und gewann gleichzeitig auch das dritte Nachsitzen in dieser Serie gegen Ambri-Piotta im Hallenstadion. Das Overtime- Siegestor schoss Stirnimann in der 68. Minute. Der ehemalige Ambri- Stürmer Vjeran Ivankovic hatte zu Beginn des Schlussdrittels das 3:3 für die Lions erzielt. Alston hatte die Lions zuvor bereits in der 3. Minute in einem Powerplay mit seinem bereits vierten Tor in dieser Serie in Führung gebracht. Doch wie am Donnerstag in Spiel 5 nutzte Ambri den 0:1-Rückstand zur Selbst-Lancierung. Und wiederum nutzten die Leventiner zwei Überzahlspiele zur Wende aus. Demuth in der 5. und Fritsche in der 13. Minute schossen die Treffer. Schliesslich erhöhten die Tessiner im Mitteldrittel sogar auf 3:1 durch Cantoni, der Sulander auf der Stockhandseite mit einem Weitschuss erwischte. Das kurz darauf folgende Anschlusstor von Hodgson fiel wie die drei ersten Treffer des Abends in einem Überzahlspiel.
swissinfo und Agenturen
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