Asylbewerber stirbt bei Ausschaffung
In Granges, im Kanton Wallis, ist am frühen Dienstagmorgen (01.05.) ein inhaftierter 27-jähriger Asylbewerber gestorben, nachdem er sich gegen seine Ausschaffung gewehrt hatte.
Der Mann sollte noch am gleichen Tag in seine Heimat abgeschoben werden. Der Nigerianer widersetzte sich laut Polizei derart, dass die Beamten Verstärkung anfodern mussten. «Nur durch entschlossenes Eingreifen wurde es schliesslich möglich, dem Insassen die Handschellen anzulegen», schreibt die Polizei.
Kurz danach stellten die Beamten fest, dass der Gefangene keine Reaktion mehr zeigte. Sie leisteten sofort erste Hilfe und versuchten, ihn mit Beatmung zu reanimieren. Der ebenfalls herbeigerufene Arzt konnte aber um 03.00 Uhr nur noch den Tod feststellen.
Der Arzt sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe beim Toten keine äusseren Verletzungen festgestellt. Zur Klärung der Todesursache ordnete der Untersuchungs-Richter des Zentralwallis eine Autopsie an.
Der Nigerianer hatte sich seit mehreren Monaten in Ausschaffungs-Haft befunden, nachdem sein Asylgesuch abgewiesen worden war. Zuvor hatte er wegen Drogen-Delikten in Untersuchungshaft gesessen.
Im März hatte er die freiwillige Abreise verweigert. Zwei Kantonspolizisten wollten den Mann am Dienstag um 2.00 Uhr abholen, um ihn an den Flughafen Zürich zu eskortieren.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch