The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Bekenntnis zur menschlichen Sicherheit

Bundesrat Joseph Deiss (r.) und der kanadische Aussenminister Lloyd Axworthy an der abschliessenden Medienorientierung zum Ministertreffen in Luzern. Keystone

Kriegerische Banden sollen geächtet und die Zivilbevölkerung vor dem Missbrauch von Kleinwaffen geschützt werden. Diesen Willen bekräftigten Politiker am Freitag (12.05.) zum Abschluss des Ministertreffens zum Thema "Menschliche Sicherheit" in Luzern.

Der Schweizer Aussenminister, Bundesrat Joseph Deiss, die österreischische Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner und der kanadischer Aussenminister Lloyd Axworthy zogen nach dem zweitägigen Treffen eine positive Bilanz.

Deiss sagte, die 13 Staaten des Netzwerks hätten in Luzern das Problem der Kleinwaffen und der nichtstaatlichen Akteure in Kriegsgebieten behandelt. Zudem sei eine Erklärung zu der sich zuspitzenden Lage in Sierra Leone verabschiedet worden.

Gefährliche Kleinwaffen

Der Missbrauch kleiner, nur von einem Mann tragbarer Waffen kann die Sicherheit und die Entwicklungschancen der Bevölkerung empfindlich beeingrächtigen. Die Waffen schwächen Recht und Friedenssicherung und fördern Terrorismus und Kriminalität.

Den Kleinwaffen widmet die UNO im Jahr 2001 eine eigene Konferenz. Im Hinblick auf diesen Anlass will das Netzwerk die Diskussion über diese Gefährdung der menschlichen Sicherheit verstärken.

Der Schlussbericht des Luzerner Treffens nennt dazu Stichworte wie Kontrolle von Waffenherstellung und -handel, Zerstörung überschüssiger Waffen und Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Mehr Bürgerkriege

Da Kriege vermehrt innerhalb von Staaten ausgetragen werden, sind kriegerische Banden ein wachsendes Problem der Friedenssicherung. Sie gefährden nicht nur die Bevölkerung, sondern auch Soldaten, die das internationale Recht einhalten.

Das Netzwerk wolle in diesem Bereich vermehrt mit humanitären nichtstaatlichen Organisationen zusammenarbeiten. Der private Sektor könne nämlich auch zur Sicherheit und Stabilität in Krisengebieten beitragen, heisst es im Schlussdokument.

Das Netzwerk war 1998 gegründet worden. Es setzt sich für eine opferorientierte Politik ein. Jeder soll frei von Not, Mangel, Furcht und Gewalt leben können. Um dies zu erreichen, müsse die Armut bekämpft und eine solide Entwicklung gefördert werden.

Die 13 Länder, zu denen neben der Schweiz auch Kanada, Norwegen, Österreich, Griechenland, Thailand, Mali, Irland, Niederlande, Slowenien, Jordanien, Chile und Südafrika gehören, hatten sich 1999 ein erstes Mal in Bergen (Norwegen) getroffen. 2001 werden sie in der jordanischen Hauptstadt Amman zusammenkommen.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft