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Bern in den Play-offs

Der SCB-Spieler Schrepfer (links) im Kampf gegen Gottéron-Torhüter Laubscher. Keystone

Der "Strichkampf" wurde an der letzten Doppelrunde der NLA-Qualifikation zum Krimi. Am Ende durfte der SC Bern dank einem 3:0 in Fribourg jubeln.

Dem tapferen Lausanne hingegen nützten auch die Siege gegen Chur (5:4 n.V.) und Kloten (4:3) nichts mehr.

Jubel – nach tristen Monaten

Die Berner freuten sich über den seltenen Derby-Sieg bei Gottéron, als ob sie den Play-off-Final und nicht mit Ach und Krach die Viertelfinals erreicht hätten. Und Trainer Kent Ruhnke strahlte wie vor knapp zwei Jahren, als er mit den ZSC Lions Meister geworden war.

Aber irgendwie wollte dieser Jubel ganz und gar nicht zum tristen Bild passen, das Bern in den letzten Wochen abgegeben hatte. Der HC Lausanne war trotz zwei heroischen Siegen grosser Verlierer des Wochenendes.

Aber es war nicht fehlende Schützenhilfe, die Lausanne, Langnau und Rapperswil den Weg in die Play-offs versperrte. Die drei Klubs müssen sich alle an der eigenen Nase nehmen, denn Bern verdiente sich mit seinen Leistungen seit Anfang November den Play-off-Platz nicht.

Davos erstmals Leader bei Qualifikations-Ende

Davos hat derweil erstmals seit Einführung der Play-offs eine NLA- Qualifikation als Leader abgeschlossen. Während Lugano als Zweiter den Erwartungen mehrheitlich gerecht wurde, vergab Meister ZSC Lions ausgerechnet gegen die Tessiner Rivalen den Heimvorteil in den Play-offs.

Davos bekommt es in den Play-off-Viertelfinals (ab 28. Februar) mit Bern zu tun. Die Bündner haben keine guten Erinnerungen an die Berner. Bereits im letzten Jahr traf Davos in den Viertelfinals auf Bern und schied in der Best-of-Seven-Serie ohne einen Sieg aus.

Ebenfalls Mühe bekundete Davos gegen diesen Gegner in der Qualifikation: Nur einmal gewann das Team von Arno del Curto.

ZSC vergibt Heimvorteil

Meister ZSC Lions lag am Samstag nach einem 3:1-Sieg in Zug auf dem vierten Platz, der zum Heimvorteil berechtigt. Ausgerechnet in der letzten Runde vergaben die Zürcher diese Position gegen Erzfeind Lugano (0:4).

Die Lions sind neben Bern die Enttäuschung dieser Qualifikation. Den vierten Platz schnappte sich in der letzten Runde noch Ambri. 4:1 gewannen die Leventiner in Rapperswil und profitierten zugleich von Klotens 3:4-Niederlage gegen Lausanne.

Damit kommt es zum Play-off-Novum Ambri – ZSC Lions. Die beiden Teams haben in dieser Meisterschafts-Phase noch nie gegeneinander gespielt.

Auch etwas enttäuschend schnitt Zug mit einem 7. Platz ab. Nach den schwerwiegenden Abgängen von Patrick Sutter, André Rötheli und Dino Kessler erreichten die Innerschweizer die schlechteste Klassierung seit der Saison 1990/1991. Vergangene Saison war Zug in den Viertelfinals sang- und klanglos an Kloten gescheitert.

Überraschende Freiburger, enttäuschende Langnauer

Fribourg-Gottéron war das Überraschungsteam dieser Qualifikation. Bereits am Samstag sicherte sich das Team von Serge Pelletier mit dem Punktgewinn in Ambri (3:3) als Dritter den Heimvorteil.

So gut waren die Freiburger seit dem Ende der Ära Chomutow/Bykow in der Saison 97/98 nicht mehr klassiert. Mit zwei Serien von sieben Heimspielen ohne Niederlage schufen die Freiburger den Grundstein zu dieser guten Klassierung.

Langnau sicherte sich nach einer erneut enttäuschenden Saison wenigstens noch den Heimvorteil in den Play-outs. Die Emmentaler, die seit dem Aufstieg 1998 nie die Play-offs erreichen konnten, gewannen wenigstens das letzte Heimspiel gegen Zug 7:5.

Versöhnlich schloss auch Chur die Qualifikation ab. Im vierten Bündner Derby der Saison siegte der Tabellenletzte erstmals in dieser Saison gegen Davos (2:1). Chur trifft in den Play-outs auf Lausanne, Langnau auf Rapperswil.

swissinfo und Agenturen

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