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«Bern» statt «Davos»

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Bern-Montreux soll sich für die Schweiz um die Olympischen Winterspiele 2010 bewerben. Das Sportparlament von Swiss Olympic hat sich am Mittwoch (05.09.) für die Berner Kandidatur ausgesprochen. Mitbewerber Davos unterlag.

Das Sportparlament folgte damit nicht der Empfehlung des Exekutivrates der Swiss Olympic Association (SOA). Dieser hatte am 28. August das Projekt «Davos 2010» der Kandidatur «Bern 2010» vorgezogen. Begründet wurde dies unter anderem mit der fest eingeplanten Volksabstimmung über das Olympiaprojekt vom 2. Dezember 2001.

Die Idee für Olympische Winterspiele in Graubünden hatte der Bündner SVP-Ständerat Christoffel Brändli im August 1999 lanciert. Zwei Monate zuvor waren Sittens Träume, im Jahr 2006 die olympischen Winterspiele auszutragen, in Seoul geplatzt. Sion 2006 unterlag am IOC-Kongress mit 53 zu 36 Stimmen dem norditalienischen Turin.

Berns Stadtpräsident Klaus Baumgartner zeigte sich über die Entscheidung zu Gunsten der Bundesstadt hoch erfreut. Als wohl ausschlaggebend für den Erfolg bezeichnete er in einer ersten Reaktion einerseits die überzeugende Präsentation Berns, anderseits aber auch die Einbindung der Westschweiz in die Kandidatur.

Enttäuscht reagierte der Davoser Landammann Erwin Roffler. Er erklärte sich die Niederlage damit, dass die Nicht-Wintersportverbände sowie die Region Bern-Romandie im Sportparlament übervertreten seien. Es könne aber nur einen Gewinner geben, und dies gelte es sportlich zu akzeptieren.

Der Präsident von Swiss Olympic, Walter Kägi, sicherte der Berner Kandidatur die Unterstützung des Exekutivrats zu.

Die Kandidatur «Bern 2010» sieht für eine grosse Anzahl von Eissportarten und die Feiern die Bundesstadt als Austragungsort vor. Die restlichen Veranstalter sind auf neun Austragungsorte in fünf Kantone verteilt: Crans-Montana, Veysonnaz, St. Moritz, Freiburg, Montreux, Lausanne, Leysin sowie Col des Mosses/Gstaad.

Umweltkonzept im Auge

Nach der Realisierung von Bahn 2000 und Alp Transit sowie dem geplanten Ausbau der Flughafens Bern-Belpmoos soll weitgehend auf Kapazitäten des öffentlichen Verkehrs zurückgegriffen werden. Besonderer Wert wird laut den Veranstaltern auf das Umweltkonzept gelegt. So sollen während den Spielen keine zusätzlich CO2-Emissionen verursacht werden.

Als schärfste Konkurrenten für die Schweizer Bewerbung gelten die österreichische Kandidatur Salzburg/Kitzbühl sowie jene von Vancouver. Letztere könnte jedoch zu Gunsten der Sommerspiele Toronto 2012 noch zurückgezogen werden. Das IOC vergibt die Spiele im Sommer 2003.

Die Schweiz war bereits zweimal Austragungsort von Winterspielen, und zwar 1928 und 1948 jeweils in St. Moritz.

swissinfo und Agenturen

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