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Borodin kommt am Mittwoch in die Schweiz

Pawel Borodin am 13. April bei seiner Ankunft in Moskau. Keystone

Der frühere Verwaltungschef des Kremls, Pawel Borodin, wird am Mittwoch zu einer Befragung nach Genf kommen. Dies bestätigte sein Anwalt Genrich Padwa am Montag (14.05.) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

«Borodin reist am 16. Mai in die Schweiz», versicherte Padva. Die Genfer Justizbehörden haben Borodin für den 17. Mai zu einer Anhörung vorgeladen. Borodin ist Staatssekretär der Union Russlands und Weissrusslands und wird einen Diplomatenpass auf sich tragen.

Die Genfer Staatsanwaltschaft verdächtigt Borodin, mehr als 25 Mio. Dollar Schmiergelder von den zwei Tessiner Firmen Mercata und Mabetex für Renovations-Aufträge im Kreml kassiert zu haben. Das Geld soll er bei Schweizer Banken gewaschen haben. Die russischen Ermittlungsbehörden haben die Untersuchung gegen Borodin im vergangenen Dezember eingestellt.

Borodin war am 17. Januar aufgrund eines Schweizer Haftbefehls in New York verhaftet und am 7. April nach Genf ausgeliefert worden. Am 12. April kam Borodin auf Kaution aus der Untersuchungshaft in Genf frei.

Moskau hatte fünf Mio. Franken Kaution bezahlt, die die Genfer Anklagekammer für die Freilassung Borodins verlangte. Die Anklagekammer hatte den Anklagepunkt der Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation fallengelassen. Der Vorwurf der Geldwäscherei reichte nicht aus, um Borodin im Gefängnis zu behalten.

Die Genfer Justiz – und insbesondere Generalstaatsanwalt Bernard Bertossa – äusserte wiederholt Zweifel an Borodins Willen, auf Vorladung in die Schweiz zu kommen. Borodins Anwälte sagten ihrerseits, Borodin käme nur in die Schweiz, falls es sein Gesundheitszustand zulasse.

swissinfo und Agenturen

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