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Cavegn und Cuche: Top Ten

Für einen Platz auf dem Podest reichte es den Schweizern in Val Gardena nicht. Keystone Archive

Sechs Tage nach dem Horror-Sturz von Silvano Beltrametti haben sich die Abfahrer in Val Gardena im Südtirol im alpinen Ski-Zirkus zurückgemeldet.

Die Schweizer hielten sich im Val Gardena im Rennen 1 ohne Silvano Beltrametti ehrenvoll: 7. Cavegn, 8. Cuche, vier unter den ersten 15 und ein Exploit von Newcomer Collenberg (18.). Kristian Ghedina feierte den 4. Saison-Sieg und egalisierte Franz Klammer.

Der 32-jährige Italiener, der sich im Februar in St. Anton am Vorabend der WM-Abfahrt beim Footing verletzt (Bruch des Mittelfussknochens) und erst in Val d’Isère sein Comeback gegeben hatte, distanzierte den Norweger Lasse Kjus um 0,16 und seinen Teamkollegen Kurt Sulzenbacher, der wie in Val d’Isère (2.) verblüffte, um 0,73 Sekunden. Die Österreicher mussten sich mit den Plätzen 4 (Eberharter), 5 (Rzehak) und 10 (Greber) begnügen. Stephan Eberharter, der sein bisher bestes Val-Gardena-Ergebnis aus dem Jahr 1999 um einen Rang übertraf, baute damit seine Führung im Weltcup weiter aus.

Schweizer auf der zweiten Hälfte stark

Auch wenn kein Ergebnis mehr wie in Val d’Isère (Ränge 4 bis 6) zustande kam, durfte sich die Schweizer Bilanz — vor allem dank starken Leistungen auf der zweiten Streckenhälfte – sehen lassen. Sie vergaben alle die Aussichten auf ein Top-Resultat im anspruchslosen Startabschnitt, wo fast keiner vom Fleck kam: Cavegn war dort Zehnter, Cuche nach halber Distanz erst 27., Kernen nach dem Startabschnitt sogar nur 38., und selbst Claudio Collenberg dort erst 34.

Dagegen brillierten die meisten im unteren Teil mit den Kamelbuckeln, der schwierigen Ciaslat-Wiese sowie dem schräg abfallenden Zielhang – ein Zeichen, dass sie für die technisch schwierigen Abfahrten mit dem Bormio-Doppelrennen vor Sylvester sowie den Klassikern im Januar gerüstet sind. «Wenn ich vergleiche, wie meine Athleten vor zwei Jahren und jetzt über die Ciaslat gefahren sind, bin ich stolz», meinte Abfahrtstrainer Fritz Züger.

Cavegns Fehler – Collenbergs Exploit: 18. mit Nr. 53

Einzig Franco Cavegn erwischte die Ciaslat nicht nach Wunsch. «Es zog mir fast den Innenski weg», meinte der bestklassierte Schweizer, «ich versuche nun, den Fehler im zweiten Rennen zu vermeiden». Ohne dieses Missgeschick hätte Cavegn eine reelle Chance auf einen Podestplatz gehabt. Beim Ciaslat-Abschnitt (nur 31. Zeit) verlor er rund eine halbe Sekunde auf die Besten, am Ziel lag er als Siebenter 0,42 Sekunden hinter dem Dritten.

Cuche und Kernen befanden sich auf der zweiten Streckenhälfte in den Top 5. Der Jurassier – mit bester und zweitbester Zeit auf den beiden letzten Abschnitten – war da sogar 0,24 schneller als Ghedina, der Berner nur einen Zehntelsekunde langsamer als der Sieger. Auf Kernens Resultate in Bormio darf man gespannt sein. Nur Rolf von Weissenfluh, dessen Stern vor zwei Jahren auf der Saslong (14. und 22.) aufging, fuhr vom Schweizer Team im oberen Teil besser als im unteren und wurde erneut 14.

Beltrametti-Ersatzmann Claudio Collenberg, der nun auch anstelle von Silvano mit Franco Cavegn das Zimmer teilt, erzielte mit der Startnummer 53 den ausgezeichneten 18. Platz und damit persönliches Bestergebnis. Sein bisher bestes Ergebnis hatte der Bündner – als 21. vor zwei Jahren – ebenfalls im Val Gardena erzielt. Im Gegensatz zu anderen Jahren hatten heuer die Fahrer mit hohen Nummern nicht den geringsten Vorteil.

swissinfo und Agenturen

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