Curling: Start gelungen
Die Frauen um Luzia Ebnöther besiegten Dänemark 9:8 nach Zusatzend, und auch die Männer um Andreas Schwaller wurden beim 5:4-Erfolg gegen Norwegen bis zum Schluss gefordert.
Beide Schweizer Skips mussten bei ihrem allerletzten Versuch grosse Nervenstärke zeigen, und beide bestanden die harten Prüfungen.
Sowohl Luzia Ebnöther als auch Andreas Schwaller haben nun die Gewissheit, dass sie auch in dem für sie neuen olympischen Umfeld so heikle Situationen bewältigen können, wie sie es als mehrfache Medaillen-Gewinner an Welt- und Europameisterschaften bereits öfters getan haben.
Die Frauen von Bern AAM führten gegen die Däninnen, gegen die sie zuvor drei von vier Spielen auf Topniveau verloren hatten, nach acht Ends mit 8:6, vermochten den Vorsprung jedoch nicht zu verwalten.
Die EM-Zweiten aus Dänemark «stahlen» im 9. und 10. End je einen Stein, und auch im Zusatzend war die Lage aus Schweizer Sicht schon fast hoffnungslos. Doch dann brachte Ebnöther ihren letzten Versuch an einer Guard vorbei zentimetergenau an.
Auch bei den Männern gings um den letzten Stein
Auch das Männerteam von Biel-Touring GATE ging mit einer Zweisteine-Führung (4:2) ins 8. End, liess sich aber ebenfalls zweimal «bestehlen».
Andreas Schwaller musste seinen letzten Stein in den innersten Kreis («Vierfuss») des offenen Hauses legen und löste diese in Anbetracht der grossen Bedeutung der Auftaktpartie nicht leichte Aufgabe souverän.
Die Brüder Christof und Andreas Schwaller im «Back-End» brachten es auf eine Quote von weit über 80 Prozent an gelungenen Steinen, was von einem hohen Niveau zeugt.
Gegen die meist sehr offensiv und spektakulär spielenden Norweger um Pal Trulsen, die ihrerseits durchaus zu den Halbfinal-Kandidaten gehören, haben die Bieler nun an grossen Turnieren vier Partien nacheinander gewonnen.
swissinfo und Peter Lerch (Si)
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