Davos und ZSC erfolgreich
Der HC Davos hat sich als erstes Team für den NLA-Playoff-Final qualifiziert. Die ZSC Lions konnten ihre Serie gegen Lugano ausgleichen.
Der HC Davos steht erstmals seit vier Jahren wieder im Final. Die Bündner setzten sich auswärts gegen Kloten mit 6:0 durch und entschieden damit die Serie mit 4:2 Siegen für sich.
Die Entscheidung fiel bereits im ersten Drittel. Wie in der fünften Partie hatte Davos einen Blitzstart und ging abermals in der 1. Minute mit 1:0 in Führung. Der Treffer wurde von Reto von Arx, der nach seinen zwei Spielsperren wieder ins Team zurückkehrte, magistral vorbereitet; Christen brauchte nur noch einzuschieben.
Von diesem Schock erholten sich die Klotener nicht mehr. Das Team von Vladimir Jursinow bot insbesondere in der Defensive eine penible Vorstellung. Die Gäste kamen ohne grossen Aufwand zu Toren; innerhalb von drei Minuten erhöhten Müller, Christen und Marha auf 4:0.
Nach dem 5:0 in der 24. Minute verkam der Rest der Partie zum Schaulaufen. Lars Weibel kam ohne Mühe zum ersten Playoff-Shutout, Davos-Topskorer Bohonos erzielte seinen zehnten Playoff-Treffer.
Ausgeglichene Gegner im Hallenstadion
Das Spiel zwischen den ZSC Lions und dem HC Lugano gewannen die Zürcher mit 4:3 in der Verlängerung. Zum sechsten Mal mussten die ZSC Lions in diesen Playoffs in eine Overtime; zum fünften Mal gewannen sie.
Nach Mark Ouimet und zweimal Reto Stirnimann war es diesmal der erst 19-jährige Engadiner Raeto Raffainer, der den ZSC nach 70 Minuten und 27 Sekunden mit seinem ersten Playofftor zum Sieg schoss. Raffainer kam im Slot zum Schuss, nachdem Stirnimann den Puck vors Tor gekämpft hatte.
Der Zürcher Sieg in der Nachspielzeit hatte sich abgezeichnet, obwohl kurz vor Raffainers Tor auch Mike Maneluk und Jean-Jacques Aeschlimann für Lugano gute Chancen besassen. Die ZSC Lions zeigten sich in der Verlängerung mutiger und besassen durch Alston in der 65. Minute auch die beste Möglichkeit.
Vor der Verlängerung war Lugano indes keinesfalls schlechter als die ZSC Lions gewesen. Lugano hatte dreimal bloss den Pfosten getroffen. Das Koleff-Team bewies in der regulären Spielzeit viel Moral. Sie rannten 33 Minuten lang einem Rückstand hinterher. Nur fünf Minuten nach dem 2:2 gerieten sie nochmals ins Hintertreffen – und schafften in der 52. Minute nochmals den Ausgleich.
Die treibende Kraft bei den Tessinern war der Kanadier Mike Maneluk, die die Ausgleichstreffer zum 2:2 und 3:3 markierte. Mindestens ebenso wichtig war indessen das erste Lugano-Tor durch Junior Raffaele Sannitz. Dieses 1:2 brachte die Tessiner 121 Sekunden vor der ersten Pause ins Spiel zurück.
Die definitive Entscheidung, wer in den Final einzieht, fällt nun im letztmöglichen Spiel am Donnerstagabend.
swissinfo und Rolf Bichsel (Si)
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