«Ein bisschen Kultur und viel Wirtschaft»
Albert von Monaco hat am Freitag dem Tessin einen Besuch abgestattet. Der Prinz nahm an der neuen Veranstaltung "Monaco im Tessin" teil, einer kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Austauschwoche.
«Ich hoffe, dass dieser Tag neue Synergien zwischen unseren beiden Wirtschaften bringt», erklärte Albert bei seiner Ansprache in der Universität der italienischen Schweiz. So machte er unmissverständlich klar, dass die ökonomischen Aspekte des Besuchs Priorität besassen.
In seinem Gefolge befanden sich rund 50 monegassische Unternehmer, vorab aus der Finanzwelt. Die beiden Finanzplätze teilen Reichtum, aber auch Probleme, darunter die Wirtschaftskriminalität.
Kein Schutz für Wirtschafts-Betrüger
Nach Ansicht von Prinz Albert sind die in Monte Carlo getroffenen Massnahmen gegen Geldwäsche inzwischen äusserst effizient. «Unser Bankgeheimnnis bietet keinem Betrüger Schutz», sagte er.
Prinz Albert liess sich von Unipräsident Marco Baggiolini durch die junge Alma Mater führen. Ausserdem lauschte er den Grussreden der Tessiner Staatsratspräsidentin Marina Masoni und Luganos Stadtpräsident Giorgio Giudici.
Nach dem Mittagessen stand Kultur auf dem Programm. In Begleitung des bekannten Architekten Mario Botta überflog seine Eminenz die Bergkapellen vom Monte Tamaro und von Mogno sowie das Castelgrande von Bellinzona.
Erstmals im Tessin
«Ein bisschen Kultur und viel Wirtschaft» kommentierte Hervé Zorgniotti – ein monegassischer TV-Journalist – den Tag. Dank der grossen Medienpräsenz prophezeite er dem Anlass durchaus gute Aussichten auf Erfolg.
Prinz Albert weilte zum ersten Mal im Tessin, doch die offiziellen Beziehungen zwischen dem Schweizer Südkanton und Monte Carlo reichen bis ins Jahr 1996 zurück. Damals war ein wichtiger Austausch von Skulpturen durch den monegassischen Botschafter in Bern organisiert worden.
swissinfo und Agenturen
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