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Ein Zürcher Eishockey-Abend

Die "Löwen" jubeln nach einem Treffer von Topskorer Peter Jaks (r). Keystone

In den NLA-Playoff-Halbfinals haben die Zürcher Teams die Best-of-7-Serien ausgeglichen. Die ZSC Lions deklassierten den HC Lugano mit 6:1, der EHC Kloten besiegte Davos 3:2.

Die ZSC Lions scheinen stärker, besser und abgeklärter zu sein als Lugano. Wäre letzten Donnerstag bei der ersten Partie in der Resega die Effizienz des ZSC bloss halb so gut gewesen wie am Samstag, die Lions würden jetzt schon 2:0 führen, und Lugano wäre den Heimvorteil aus der Qualifikation schon los.

Auffallend ist vor allem, dass Lugano beide Male im Startdrittel vom Gegner überrannt worden ist. Das 1:6-Schlussresultat ist nun die höchste Niederlage, die das Team jemals in den Playoffs kassierte.

Dass eine Kanterniederlage auf Psyche und Kopf keine negativen Folgen haben muss, bewies ausgerechnet der ZSC gegen Lugano bislang am besten: 1992 verloren die Zürcher im Tessin 0:10; zwei Tage später qualifizierten sie sich mit einem 4:3 nach Penaltyschiessen für die Halbfinals. Eine derartige Reaktion ist nun auch von Lugano gefordert.

Sieg für Kloten gegen Davos

Im Vergleich zum letzten Donnerstag agierte Kloten wie verändert. Endlich wurden die Überzahl-Situationen ausgenützt, das schnelle Kombinations-Spiel praktiziert, die Fehlerquote sehr tief gehalten und Schüsse sehr gut abgeblockt.

Der sichtlich zufriedene Wladimir Jursinow bezeichnete die Klotener Leistung als «die beste in diesem Jahr». Sie hätten ihre Geschwindigkeit, die Beweglichkeit, das Passspiel und natürlich das Powerplay enorm verbessert, hielt Jursinow fest.

Einen Wehrmutstropfen hatte der erste Klotener Heimsieg gegen Davos seit dem 6. November 1999 (4:2): Verteidiger Marco Klöti schied nach einem Ellbogencheck von Björn Christen mit einer Hirnerschütterung aus.

swissinfo und Agenturen (Si)

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